Ein juristisches Kapitel geht zu Ende

Der 49-jährige Rapper und Designer Kanye West und seine ehemalige persönliche Assistentin Lauren Pisciotta haben sich außergerichtlich geeinigt, um den Zivilprozess zu beenden. Laut Gerichtsdokumenten, die am 28. Juli 2026 bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht wurden, vereinbarten beide Parteien am 23. Juli eine bedingungslose Lösung.

Das Portal TMZ berichtete, dass der formelle Antrag auf Klagerücknahme innerhalb von 45 Tagen nach diesem Datum gestellt wird. Die finanziellen Bedingungen und genauen Modalitäten der Einigung bleiben unter Verschluss und wurden nicht öffentlich bekannt gegeben. Diese Vereinbarung ermöglicht es beiden Seiten, den seit 2024 andauernden Rechtsstreit abzuschließen und nach vorne zu blicken.

Der Ursprung des Arbeitsverhältnisses

Die berufliche Beziehung begann im Juli 2021, als West Pisciotta während der Vorbereitungen für die Einführung seiner Modemarke Yeezy anheuerte. Die Influencerin akzeptierte ein Jahresgehalt von 1 Million US-Dollar unter der Bedingung, rund um die Uhr für den Künstler verfügbar zu sein.

Damals erzielte Pisciotta zusätzliche Einnahmen in ähnlicher Höhe über die Erwachsenenplattform OnlyFans. Laut der ursprünglichen Klage forderte West sie auf, ihren Account zu löschen, um „gottähnlicher“ zu sein, und versprach ihr eine Gehaltserhöhung auf 2 Millionen US-Dollar jährlich, um den Einkommensverlust auszugleichen – eine Anpassung, die angeblich nie erfolgte. Nachdem sie zur Stabschefin befördert worden war, wurde sie im Oktober 2022 entlassen.

Details der Klage und des Verfahrens

Die im Juni 2024 eingereichte Zivilklage umfasste Vorwürfe wie Vertragsbruch, ausstehende Löhne, ungerechtfertigte Kündigung und ein feindseliges Arbeitsumfeld. Im Laufe des Verfahrens wurde die Klage mehrfach erweitert, um schwere Anschuldigungen wegen sexueller Nötigung und Missbrauchs aufzunehmen.

In einer Änderung vom Juli 2025 wurden detaillierte Vorwürfe körperlicher Übergriffe aus dem Jahr 2021 erhoben, darunter unerwünschte Berührungen und die Aufforderung zur Teilnahme an sexuellen Handlungen. Zudem wurde behauptet, der Künstler habe sie während einer Aufnahmesession unter Drogen gesetzt, an der auch der Produzent Sean „Diddy“ Combs teilnahm.

Die Position der Verteidigung von West

Das Anwaltsteam des Rappers wies alle Vorwürfe kategorisch zurück und bezeichnete sie als unbegründete Behauptungen im Rahmen einer Erpressungsstrategie. In sozialen Medien hatte West die Anschuldigungen mit abfälligen Kommentaren über Pisciotta bestritten. Die Bürgerrechtsanwältin Lisa Bloom, die die Klägerin bei einer Anhörung im März 2025 vertrat, hob den Mut ihrer Mandantin hervor, sich dem Verfahren zu stellen.

Weitere Vorwürfe gegen den Künstler

Der Fall Pisciotta ist nicht der einzige rechtliche Vorstoß, dem sich der Musiker wegen unangemessenen Verhaltens gegenübersieht. Eine Frau namens Jenn An hat West ebenfalls öffentlich wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffs im Jahr 2010 beschuldigt und kürzlich in einem Interview mit der BBC ausgesagt. Auch diese Vorwürfe wies West zurück.

Quellen: Infobae, Ámbito, MVS Noticias und The Mirror.