30/07/2026 15:52 - Internacionales
Laut Berichten von Deutsche Welle (DW) und Infobae bestätigte das russische Verteidigungsministerium in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2026 einen massiven Angriff auf militärische Einrichtungen, Telekommunikationsinfrastruktur und Logistikzentren in der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj präzisierte, dass der Angriff mehr als 70 Raketen und rund 280 Drohnen umfasste. Betroffen waren die Städte Kiew, Lwiw sowie die Oblaste Dnipropetrowsk, Iwano-Frankiwsk, Riwne, Poltawa, Charkiw, Mykolajiw, Sumy, Winnyzja und Tscherkassy.
Die Opferbilanz war tragisch. Offizielle Quellen, zitiert von DW und Infobae, bestätigten mindestens 8 Tote und über dreißig Verletzte. Die spanische Zeitung El País erhöhte die Zahl jedoch auf 13 Tote, darunter vier Minderjährige.
Eine der erschütterndsten Szenen ereignete sich in der Ortschaft Raduschne nahe Krywyj Rih, wo eine ballistische Rakete direkt ein Wohnhaus traf und fünf Mitglieder einer Familie tötete, darunter drei Kinder. Zwei Minderjährige konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden. In Krywyj Rih schlugen Behörden zufolge eine Iskander-M-Rakete ein, die laut El País möglicherweise nordkoreanischer Herkunft war – offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht.
Die Wucht des Angriffs traf nicht nur die Ukraine. Wie El País und Vatican News berichteten, wurde der Luftraum Polens verletzt. Um 03:40 Uhr ortete das polnische Militärkommando ein unbekanntes Objekt, das polnisches Territorium überquerte. Ministerpräsident Donald Tusk erklärte, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine russische Ch-101-Rakete handele; in der Nähe von Lublin wurde ein Krater mit 10 Metern Durchmesser gefunden.
Angesichts dieser Lage appellierte Selenskyj eindringlich an die internationale Gemeinschaft: „Niemand auf der Welt kann mit solchem Terror allein gelassen werden.“ Er forderte die Lieferung von ballistischen Raketen und Patriot-Luftabwehrsystemen und argumentierte, dass der Mangel an Abwehrraketen zu „dieser Art von Zerstörung“ führe.
Quellen: DW, Infobae, El País, Vatican News.
Alfredo S. Quiroga