Tragödie im Hafen von New York
Eine Samstagnacht in New York endete in einer Tragödie, als ein Ausflugsboot in den Gewässern des Hudson River kenterte, ganz in der Nähe der ikonischen Liberty Island. Der Unfall ereignete sich gegen 22:25 Uhr am Samstag, den 8. August 2026 (21:30 Uhr argentinischer Zeit) und forderte zwei Todesopfer: eine 27-jährige Frau und ein 5 Monate altes Baby.
Nach Angaben der örtlichen Behörden und Medien wie Infobae und La Nación handelte es sich bei dem Boot um ein Modell Bayliner mit einer Länge von 22 Fuß (ca. 6,7 Meter), ein bei Freizeitaktivitäten sehr verbreitetes Motorboot. Das Boot kenterte in der Nähe der Boje 32, wodurch alle 14 Insassen ins Wasser fielen.
Eine heldenhafte und schnelle Rettung
Bevor die Polizei eintraf, waren bereits zwölf Personen aus dem Wasser gerettet worden, unter anderem dank der Hilfe eines nahe gelegenen Ausflugsschiffs namens See the City II, dessen Besatzung den Schiffbrüchigen zur Hilfe kam. Als die Hafenpolizei, das Tauchteam und die Luftfahrtabteilung des New Yorker Polizeidepartements (NYPD) am Ort eintrafen, fanden sie die Frau und das Baby in kritischem Zustand im Wasser.
Beide wurden dringend ins NYU Langone Hospital-Brooklyn gebracht, wo sie leider für tot erklärt wurden. Die anderen zwölf geretteten Personen wurden in verschiedene medizinische Einrichtungen der Umgebung gebracht, erlitten aber glücklicherweise nur leichte Verletzungen und befinden sich in stabilem Zustand. Das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte und der Polizeitaucher war entscheidend, um eine noch größere Tragödie zu verhindern.
Festnahme des Kapitäns und Ermittlungen
Nach dem Unglück nahm die Polizei den Kapitän des Bootes fest. Es handelt sich um Manuel Hernández, 46 Jahre alt und wohnhaft in Manhattan, der in den frühen Morgenstunden des Sonntags verhaftet wurde und sich nun 13 Anklagepunkten wegen rücksichtsloser Gefährdung gegenübersieht, weil er das Leben anderer in Gefahr gebracht hat.
Neben den polizeilichen Ermittlungen prüft die US-Küstenwache, ob das Boot als illegaler Verleih betrieben wurde. Das Boot wurde an die Küste geschleppt und bleibt für die entsprechenden Untersuchungen in Gewahrsam. Die Behörden haben die Identitäten der Opfer noch nicht bekannt gegeben, da sie zunächst ihre Angehörigen benachrichtigen müssen.