Nach sechs Jahren in Kalifornien kehren Prinz Harry und Meghan Markle nach Großbritannien zurück. Die Entscheidung fiel nach einem Familientreffen mit König Charles III. Archie (7) und Lilibet (5) sollen ab September eine britische Schule besuchen. Die Versöhnung mit Prinz William bleibt jedoch ungewiss.

Sechs Jahre nach ihrem umstrittenen Rücktritt von königlichen Pflichten kehren Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle nach Großbritannien zurück. Das bestätigten mehrere Quellen aus dem Umfeld des Paares. Die Familie wird in den nächsten Tagen umziehen – noch vor Schulbeginn im September.

Der Auslöser: Ein Besuch, der alles veränderte

Die Entscheidung fiel relativ überraschend. Zwar hatten Harry und Meghan schon länger über mehr Zeit in Großbritannien gesprochen, doch der eigentliche Wendepunkt war ein privater Besuch bei König Charles III. im Juli in Highgrove, dem Landsitz des Monarchen in Gloucestershire. Laut der BBC-Korrespondentin für Königshaus-Themen, Daniela Relph, war es für die Kinder ein "wunderbares Erlebnis", ihre Verwandten kennenzulernen – inklusive Tanten, Onkel und Cousins. Diese emotionale Begegnung habe aus einer vagen Idee eine konkrete Entscheidung gemacht.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Umzug: innerhalb der nächsten 10 Tage
  • Kinder: Archie (7) und Lilibet (5) starten im September in einer britischen Schule
  • Wohnort: ländliches England, vermutlich Cotswolds oder Northampton, nahe dem Spencer-Anwesen Althorp
  • Weitere Immobilien: Villa in Montecito (Kalifornien) und Ferienhaus in Portugal bleiben erhalten
  • Königliche Rolle: keine Rückkehr zu offiziellen royalen Pflichten

Warum jetzt? Und warum überhaupt zurück?

Es gehe nicht um Probleme in den USA, sondern um den Wunsch, näher bei Harrys Familie zu sein und den Kindern eine britische Erziehung zu ermöglichen. Die Schulen seien bereits ausgewählt, der Unterricht beginnt in der zweiten Septemberwoche. Der Umzug erfolgt also bewusst vor dem Schulstart.

Wo werden sie leben?

Nicht in London. Das Paar will sich auf dem Land niederlassen – wahrscheinlich in der Region Cotswolds oder in der Nähe von Northampton. Die Gegend ist nicht zufällig gewählt: Dort liegt Althorp, das Anwesen der Familie Spencer, auf dem Harrys Mutter Prinzessin Diana aufwuchs. Für Harry hat dieser Ort eine tiefe emotionale Bedeutung.

Das Verhältnis zum König und zu Prinz William

König Charles III. wurde am Sonntag informiert. Er habe die Entscheidung nicht aktiv mitgestaltet, zeige sich aber dankbar für mehr Zeit mit der Familie Sussex im privaten Rahmen, so Insider. Die Beziehung zu Prinz William bleibt dagegen schwierig. Die Prinzen von Wales haben sich bislang nicht öffentlich geäußert. William hat die Enthüllungen aus Harrys Memoiren Reserve (2023) und das Interview mit Oprah Winfrey (2021) nie verziehen. Royal-Experten, die von der argentinischen Zeitung La Nación befragt wurden, beschreiben das Verhältnis als "weiterhin schwer beschädigt" – Williams Vertraute sprechen sogar von "großem Verdruss" über die Rückkehr.

Was ist das Besondere an Highgrove? Highgrove House ist das private Anwesen von König Charles III. in Gloucestershire. Es ist bekannt für seine biologisch bewirtschafteten Gärten und dient als Rückzugsort der königlichen Familie. Der Besuch im Juli 2026 war das erste private Treffen zwischen Charles und seinen Enkelkindern Archie und Lilibet seit langer Zeit.

Meghan: Ein schwierigeres Comeback

Für Meghan, 45, ist die Rückkehr emotional komplexer als für Harry. Der Royal-Experte Ed Owens sagt: "Es gibt mehr Fragezeichen, wie sie sich wieder in Großbritannien zurechtfinden wird." Die Herzogin muss sich mit alten Wunden auseinandersetzen: dem gnadenlosen Fokus der Boulevardpresse und dem Gefühl, nie wirklich in die königliche Familie integriert gewesen zu sein.

Ihre Beliebtheit ist weiterhin gering: Laut einer YouGov-Umfrage vom Juli 2026 haben 61 % der Briten eine negative Meinung über sie. Zudem läuft noch ein Rechtsstreit mit der Presse – erst kürzlich wurde dem Paar eine Entschädigung von 9,5 Millionen Pfund vom Verlag des Daily Mail zugesprochen.

Beruflich bleibt Meghan aktiv: Ihre Lifestyle-Marke As Ever (Marmeladen, Kerzen, Tee) wächst, und laut BBC gibt es Gespräche über eine Rolle in der Netflix-Serie The Gentlemen. Harry konzentriert sich auf seine Wohltätigkeitsprojekte und die Vorbereitungen für die Invictus Games 2027 in Birmingham – ein Sportereignis für verwundete Soldaten, das er 2014 ins Leben gerufen hat.

Das Sicherheitsproblem

Ein heikler Punkt bleibt die Sicherheit. Harry verlor 2025 einen Rechtsstreit um staatlich finanzierte Polizeibegleitung in Großbritannien. Er hatte mehrfach betont, seine Familie nur mit ausreichendem Schutz nach England bringen zu können. Ob dieser Punkt geklärt ist, ist unklar. In den USA nutzen sie ein privates Sicherheitsteam – ob dieses mit umzieht, wurde nicht bestätigt.

Zusammenfassung: Die Rückkehr bedeutet keine Rückkehr in die Monarchie – Harry und Meghan bleiben Privatpersonen. Doch der Schritt öffnet alte Wunden der Trennung von 2020 und lässt die Frage offen, ob eine echte familiäre Versöhnung möglich ist. "Ich bin sehr froh, sie hier zu haben", sagte ein Freund des Paares gegenüber der BBC. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Funke Hoffnung trägt.