Romina Calvo (40) wurde am 13. August 2026 in ihrem Haus in Villa Devoto, Buenos Aires, von ihrem Ehemann Walter Verón (56) erstochen. Der Täter hinterließ einen wütenden Brief, einen Altar mit Kerzen und ein Schuldenberg von 44 Millionen Pesos. Die Justiz untersucht die Verbindung zur Numerologin Pitty und die gewalttätige Vergangenheit des Femizid-Täters.

Ein Verbrechen, das Villa Devoto erschüttert

Am Donnerstag, dem 13. August 2026, wurde Romina María de los Ángeles Calvo, 40 Jahre alt, in ihrer Wohnung in der Pedro Morán 5200 im Stadtteil Villa Devoto in Buenos Aires mit mehreren Messerstichen in den Hals getötet. Der Hauptverdächtige ist ihr Ehemann, Walter Humberto Verón, 56 Jahre alt, der etwa 200 Meter vom Tatort entfernt verletzt aufgefunden wurde und sich weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus Vélez Sarsfield befindet.

Das Paar hatte zwei Kinder: einen 21-jährigen Sohn und eine 8-jährige Tochter, die zum Zeitpunkt der Tat im Haus waren. Laut Ermittlern hörte das Mädchen die Schreie ihrer Mutter und lief zu den Überwachungskameras, wo sie den Angriff sah. Der ältere Sohn rief nach dem Wecken durch seine Schwester die Notrufnummer 911 an.

Der Brief und der Altar: Die Botschaften des Femizid-Täters

Eines der auffälligsten Beweisstücke für die Ermittler war ein handgeschriebener Brief, den Verón vor der Tat hinterließ, datiert auf den Sonntag zuvor. In dem Text drückt der Mann seine Wut darüber aus, dass seine Frau wollte, dass er das Haus verlässt, und macht Pitty La Numeróloga (Verónica Asad) für eine angebliche Veränderung in Rominas Persönlichkeit verantwortlich. „Ich bin sehr müde von all dieser Ungerechtigkeit und von dem, was ich mit Romina durchmache“, schrieb er. Er erwähnt auch Immobilien, Schulden und ein Haus in La Tablada und endet mit einem Abschied: „Ich liebe euch, Papa. Bis bald.“

Im Wohnzimmer-Esszimmer des Hauses fanden die Forensiker einen Altar mit Kerzen, Fotos und Briefen an Pitty. Außerdem entdeckten sie in einer Bibel eine versteckte Notiz, die mit dem Verkauf einer Immobilie in La Tablada zusammenhängt – dieselbe, die im Brief erwähnt wird.

Die Verbindung zu Pitty La Numeróloga

Romina hatte Verónica Asad über ihre Kurse und Workshops kennengelernt und begann später in einem ihrer Geschäfte für Kerzen und Essenzen zu arbeiten. Wie Pitty in einem Interview mit Sálvese quien pueda (América TV) erzählte, versuchte Romina, eine Franchise zu kaufen, erhielt aber keinen Kredit, also bot sie ihr an, ein Geschäft in Caballito zu leiten. „Sie war diejenige, die am meisten herausstach, die den Boden sauber hielt, die die Leute bediente“, sagte sie.

Pitty verriet auch, dass Romina sie am Samstag vor dem Verbrechen weinend anrief, aber sie war gerade dabei, ihren Bruder zu beerdigen. „Ich habe alle Chats, um das zu zeigen“, versicherte sie. Die Geschäftsfrau bestritt zu wissen, dass Romina Probleme mit ihrem Ehemann hatte: „Sie hat mir nie ihre Geschichte erzählt.“

Eine Vorgeschichte von Gewalt: Verurteilung 2018

Die Justiz bestätigte, dass Verón bereits 2018 wegen leichter Körperverletzung mit erschwerenden Umständen durch die Beziehung gegen Romina verurteilt worden war. Der Vorfall ereignete sich am 26. März 2017 in La Tablada, als er sie am Hals packte, bis sie ohnmächtig wurde, und ihr mit einem Messer eine Schnittwunde am Finger zufügte. Damals erklärte Romina, dass sie „während der gesamten Beziehung“ Gewalt erlitten habe. Die Strafe betrug 6 Monate auf Bewährung.

Darüber hinaus enthüllte Infobae, dass Asad bereits 2017 bedroht worden war – von Christian Villota, einem Mann aus Morón, der ihr eine Nachricht schickte: „Sag ihr, sie soll aufhören, sich mit meiner Familie anzulegen, sonst schlage ich ihr den Kopf ein.“ Villota wurde 2019 wegen Bedrohung verurteilt.

Die Schulden von 44 Millionen Pesos und die Ermittlungen

Laut Dokumenten, die Infobae einsehen konnte, hatte Romina Calvo zum Zeitpunkt ihres Todes Schulden in Höhe von 44 Millionen Pesos, die Hälfte davon aus einem Kredit, den sie Monate zuvor bei einer Finanzfirma aufgenommen hatte. Verón hingegen weist laut Zentralbank keine Schulden auf.

Der Fall wird vom Gericht Nr. 62 unter Richter Darío Bonanno bearbeitet. Die Autopsie war für Freitag, den 14. August, geplant. Die Ermittler analysieren die Überwachungskameras, die beschlagnahmten Telefone und die mögliche Beteiligung von Pitty in einem separaten Betrugsverfahren, obwohl sie im Mai 2026 freigesprochen wurde.

Der Femizid von Villa Devoto eröffnet erneut die Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt und den mangelnden Schutz von Opfern, selbst wenn es bereits frühere Verurteilungen gegen den Täter gibt.