31/07/2026 15:20 - Politica
Datum: 31. Juli 2026
Präsident Javier Milei hatte an diesem Freitag eine intensive Agenda. Den Auftakt machte der Empfang seines südkoreanischen Amtskollegen Lee Jae-myung in der Casa Rosada. Es war der erste bilaterale Besuch eines südkoreanischen Staatschefs in Argentinien seit 22 Jahren, wie das Außenministerium mitteilte.
Nach dem bilateralen Treffen im Salón Eva Perón unterzeichneten der argentinische Außenminister Pablo Quirno und der südkoreanische Minister für Handel, Industrie und Ressourcen, Kim Jeong-kwan, eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen, insbesondere Lithium.
Das im Palacio San Martín unterzeichnete Abkommen zielt darauf ab, Investitionen und gemeinsame Projekte in den Bereichen Exploration, Gewinnung und Verarbeitung zu fördern. Beide Länder betonten zudem die Bedeutung der Entwicklung künstlicher Intelligenz und der Stärkung der Lieferketten für die Batterieindustrie – ein Bereich, in dem die Präsenz von Unternehmen wie POSCO in Argentinien das Potenzial der Allianz zeigt.
Am Nachmittag leitete Milei die Präsentation des Projekts, das dem Régimen de Incentivo para Grandes Inversiones (RIGI) – einem Anreizsystem für Großinvestitionen – unterliegt. Das Vorhaben der Firma Pampa Energía sieht den Bau einer neuen Harnstoffanlage vor. Die Veranstaltung fand im Salón de la Ciencia Argentina der Casa Rosada statt, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, Marcelo Mindlin, und nationalen Beamten.
In einem exklusiven Gespräch mit Mariana Brey für die Sendung „A la Barbarossa“ (Telefe) äußerte sich der Präsident zu verschiedenen aktuellen nationalen und internationalen Themen:
Kabinettschef Diego Santilli kritisierte Vizepräsidentin Victoria Villarruel scharf für ihre ständigen Angriffe auf den Präsidenten und schlug vor, sie solle zurücktreten, wenn sie mit der Regierungspolitik nicht einverstanden sei. „Ich halte Villarruels Verhalten für eine Barbarei, einen Unsinn, einen Mangel an gesundem Menschenverstand“, sagte Santilli bei Radio Mitre.
Unterdessen ergab eine Umfrage von RDT Consultores (unter der Leitung von Martha Reale), die am 31. Juli 2026 veröffentlicht wurde, dass Milei bei den Wahlen 2027 gegenüber dem Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Axel Kicillof, in einer hypothetischen ersten Runde mit 15,7 Punkten und in einer möglichen Stichwahl mit 3,5 Punkten Vorsprung führen würde.
Quelle: Clarín
Alfredo S. Quiroga