Mit einem optimistischen Ton bestätigte Präsident Javier Milei seine Kandidatur für 2027 und machte Fortschritte bei wichtigen Verhandlungen im Senat. Gleichzeitig forderte die Regierung die Hafenlotsen zur Wiederaufnahme der Arbeit auf und verhandelt über die Obergrenze für ausländischen Grundbesitz. Die wirtschaftliche Erholung und Reformen stehen im Mittelpunkt.

Ein politisches und wirtschaftliches Panorama in Bewegung

Die argentinische Regierung treibt ihre Reformagenda voran und plant die Wahlzukunft mit Optimismus, um Vereinbarungen zu treffen, die dem Land zugutekommen.

🚀 Wiederwahl und ein Horizont des Wachstums

Laut Medien wie La Nación und Ejes bestätigte Präsident Javier Milei am 3. August 2026, dass er bei den Wahlen im nächsten Jahr eine Wiederwahl anstrebt. Der Präsident zeigte sich sehr optimistisch und erklärte, dass er bereits einen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt habe, den Namen jedoch noch nicht preisgab. Zu den möglichen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft gehören Patricia Bullrich, Sandra Pettovello, Martín Menem und Karina Milei.

In einer hoffnungsvollen Botschaft versprach Milei 500 Milliarden US-Dollar an Steuersenkungen bis 2031 und prognostizierte drei aufeinanderfolgende Wachstumsjahre. Die Regierungspartei strebt zudem die Abschaffung der PASO (offene, gleichzeitige und verbindliche Vorwahlen) an, die derzeit 250 Millionen US-Dollar pro Jahr kosten, um die öffentlichen Ausgaben zu optimieren und das Wahlsystem zu modernisieren.

🌎 Fortschritte beim Bodengesetz (Ley de Propiedad Privada)

Die Regierung arbeitet intensiv daran, die notwendigen Stimmen im Senat zu gewinnen, um das Bodengesetz am 6. August 2026 zu verabschieden. Wie FM Del Condado bestätigte, legte die Regierung einen neuen Entwurf vor, der die Obergrenze für den Erwerb von Grundbesitz durch Ausländer von 15 % auf 25 % auf Provinzebene anhebt, jedoch die Obergrenze auf Departementebene streicht. Dieser Schritt zielt darauf ab, einen Konsens mit Verbündeten und der dialogbereiten Opposition zu erzielen, um die erforderlichen 37 Stimmen zu erreichen. Derzeit rechnet La Libertad Avanza mit 34 bis 38 Stimmen.

Parallel dazu brachte der Gouverneur von Neuquén, Rolando Figueroa, einen Gesetzesentwurf ein, wonach staatliche Ländereien seiner Provinz nur an argentinische Staatsbürger verkauft werden dürfen, um die Kontrolle über strategische Ressourcen zu stärken.

⚓ Hafenkonflikt: Suche nach Normalisierung

Der Streik der Hafenlotsen, Piloten und Bakenwärter, der am 1. August 2026 nach der Veröffentlichung des Dekrets 690/2026 begann, legte mehr als 140 Schiffe lahm und beeinträchtigte den Außenhandel. Das von Federico Sturzenegger vorangetriebene Dekret zielt darauf ab, den Sektor zu deregulieren und den Wettbewerb zu fördern.

Um die Situation zu entschärfen und die Wirtschaftstätigkeit zu schützen, forderte die argentinische Küstenwache (Prefectura Naval Argentina) 536 Arbeiter auf, ihre Tätigkeiten sofort wieder aufzunehmen. Die täglichen Verluste werden auf 2 bis 3 Millionen US-Dollar geschätzt. Ziel ist es, den Transport von Treibstoffen und die Arbeiten an der Ölpipeline Vaca Muerta Oil South (VMOS) so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

📚 Lehrerstreik und Regierungsmaßnahmen

Die argentinische Lehrergewerkschaft CTERA führte am 3. August 2026 einen 24-stündigen landesweiten Streik durch. Die Gewerkschaft fordert einen nationalen Tarifvertrag, die Wiedereinführung des Bildungsfinanzierungsfonds FONID und ein Mindestgehalt von 500.000 argentinischen Pesos (ARS), während die Regierung 650.000 ARS anbot. Um den Bildungsbetrieb zu gewährleisten, wandte die Regierung das Gesetz 27.802 an, das einen Mindestdienst von 75 % vorsieht, und führte Inspektionen in den Schulen durch.

📊 Wirtschaftsdaten und Kabinettsänderungen

Im wirtschaftlichen Bereich weitete sich die Kreditvergabe in US-Dollar an den privaten Sektor im Juli um rund 1,15 Milliarden US-Dollar aus, was die Dynamik der Exportsektoren widerspiegelt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ernannte die portugiesische Ökonomin Joyce Wong zur neuen Missionschefin für Argentinien, die Bikas Joshi ablöst, im Hinblick auf die Überprüfung im September.

Darüber hinaus wurde laut 11 Noticias durch das Dekret 571/2026 das Innenministerium abgeschafft. Seine Zuständigkeiten wurden dem Kabinettschef übertragen, der künftig von Diego Santilli geleitet wird, um die Verwaltung und die Beziehungen zu den Provinzen zu optimieren.

Quellen: Pregon, La Nación, Ejes, FM Del Condado, 11 Noticias.