Am Mittwoch treffen sich die Gouverneure des Nordens in Posadas zur 24. Versammlung des Norte Grande. Kabinettschef Diego Santilli will Stimmen für das Kältezonen-Gesetz sichern, während die Gouverneure unter Führung von Osvaldo Jaldo Ausgleich für die heißen Zonen fordern – ein Versprechen von Wirtschaftsminister Luis Caputo, das noch nicht eingelöst wurde.

Ein Schlüsseltreffen für den Energie-Föderalismus

Die Stadt Posadas in der Provinz Misiones bereitet sich auf den Mittwoch, den 12. August 2026 vor, wenn die wichtigsten Regierungschefs des Landes zur 24. Versammlung der Gouverneure des Norte Grande zusammenkommen. Gastgeber ist Hugo Passalacqua, und das Treffen verspricht ein zentraler Ort des Dialogs zu werden, um offene Initiativen zu entknoten und Politiken voranzutreiben, die allen Regionen zugutekommen.

Wie Medien wie La Política Online und Los Andes berichten, wird Kabinettschef Diego Santilli an dem Gipfel teilnehmen, um Unterstützung für das sogenannte Kältezonen-Gesetz zu sichern, das die Subventionen für Gas zur Heizung im Winter neu regeln soll.

Was sind Kälte- und Wärmezonen?

Um die Debatte zu verstehen, sind die Konzepte entscheidend. Die Kältezonen sind Regionen des Landes (etwa 70 % des Territoriums), die staatliche Gassubventionen benötigen, um die hohen Heizkosten im strengen Winter zu bewältigen. Die Wärmezonen hingegen, hauptsächlich im Norden gelegen, benötigen Unterstützung für den Stromverbrauch zur Kühlung im Sommer.

Das Streben der Gouverneure nach Gerechtigkeit

Der Gouverneur von Tucumán, Osvaldo Jaldo, bestätigte seine Teilnahme und kündigte an, dass die nördlichen Provinzen das nationale Projekt zur Gasversorgung des Südens unterstützen werden, aber gleichberechtigte Behandlung fordern. So wie der Süden beheizt wird, muss der Norden gekühlt werden, betonte der Mandatsträger laut Cadena 3.

Es wird erwartet, dass Santilli die Spannungen abbauen kann, nachdem der Senat letzte Woche die Kapitel zur Ausländerlandbesitz abgelehnt hatte. Die Gouverneure verlangen jedoch, dass die Nation ihre früheren Zusagen einhält. Wirtschaftsminister Luis Caputo soll ein Dekret zur Kompensation der Wärmezonen versprochen haben, nachdem das Abgeordnetenhaus vor zwei Monaten eine halbe Sanktion verabschiedet hatte – ein Versprechen, das noch nicht eingelöst wurde.

Senatoren wie Flavia Royón (Salta) und der Mendoziner Rodolfo Suárez sollen Zweifel geäußert haben, das Thema mitten im Winter zu behandeln, da eine ganzheitliche Sichtweise nötig sei. Trotzdem bleibt man in der Casa Rosada optimistisch und versichert, dass es völlige Normalität und Einigkeit zu dem Thema gebe und man gemeinsam daran arbeite, beiden Regionen zu helfen.

Infrastruktur-Agenda

Am Donnerstag, den 13. August 2026, werden Santilli und Caputo voraussichtlich nach Catamarca reisen, um sich mit Gouverneur Raúl Jalil und dem Santiagueño Elías Suárez zu treffen. Ziel ist der Start des Netzwerks von Aquädukten und Wasseraufbereitungsanlagen Albigasta, finanziert mit einem BID-Kredit über 99.769 Millionen argentinische Pesos, von dem 35.900 Einwohner profitieren sollen.

Straßenverwaltung

Zudem trafen sich Santilli und Caputo mit dem Gouverneur von San Juan, Marcelo Orrego, um eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die die vollständige Verwaltung der Nationalstraßen (40, 20, 153, 150 und 149) für 20 Jahre an die Provinz überträgt. Die Bauwerke gehen nach Fertigstellung in den Besitz der Nationalen Straßenverwaltung über.

Der Zeitplan in Posadas

Laut Primera Edición beginnen die Aktivitäten um 10:00 Uhr mit der Ankunft der Gouverneure im Hangar der Provinz. Um 10:20 Uhr findet das offizielle Gruppenfoto auf der Esplanade des Parque del Conocimiento statt. Die Versammlung beginnt offiziell um 10:45 Uhr, gefolgt von einer Pressekonferenz um 12:45 Uhr und einem Arbeitsessen. Zu den Themen gehören die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño und die Entwicklung der Nationalen Energiestrategie.