Der argentinische Nationalabgeordnete Fernando A. Iglesias hat am Donnerstag, dem 13. August 2026, in den sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt. Auf seinem X-Konto teilte er ein virales Video, das dem ehemaligen Hamas-Führer Yahya Sinwar vorwirft, ein Kind als menschlichen Schutzschild benutzt und sich kurz vor seinem Tod in Frauenkleidern versteckt zu haben. Der Tweet, veröffentlicht um 7:54 Uhr morgens, wurde mit den Worten begleitet: „Die Verrücktheit ist total.“
Das Video, ursprünglich am 12. August von dem Konto Vivid.🇮🇱 veröffentlicht, das sich offen als pro-israelisch bezeichnet, zeigt Sinwar in einer Menschenmenge in Gaza, wie er ein Kind hält. Es wird behauptet, er habe das Kind als Schutz vor Angriffen genutzt. Zudem wird behauptet, er habe sich vor seiner Tötung durch israelische Streitkräfte in Damenkleidung versteckt. Der Beitrag hat bereits tausende Aufrufe und hunderte Kommentare gesammelt.
Der Tweet von Iglesias
„Die Verrücktheit ist total.“ — Fernando A. Iglesias, 13.08.2026.
Originalbeitrag ansehenHintergrund: Der Tod von Sinwar
Yahya Sinwar, der Anführer der Hamas im Gazastreifen, wurde laut internationalen Berichten am 16. Oktober 2024 von der israelischen Armee in Rafah getötet. Sein Tod markierte einen Wendepunkt im Konflikt zwischen Israel und der Hamas, der sich nach dem Angriff vom 7. Oktober 2023 verschärft hatte. Seitdem kursieren verschiedene Versionen über seine letzten Momente, viele davon ohne unabhängige Überprüfung.
Reaktionen und Kontroverse
Das Video hat eine Welle von Reaktionen ausgelöst. Während einige Nutzer die dargestellte Version unterstützen, stellen andere sie in Frage, da sie aus einer offensichtlich voreingenommenen Quelle stammt. In den Kommentaren gibt es sowohl Kritik an der Erzählung als auch an der Verbreitung unbestätigter Inhalte. Der Tweet von Iglesias, bekannt für seine klaren Positionen, wurde in Argentinien schnell zum Trendthema.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Behauptungen des Videos nicht unabhängig von internationalen Medien verifiziert wurden. Das Konto, das es veröffentlichte, bezeichnet sich selbst als „stolz jüdisch und zionistisch“, was zur Vorsicht bei der Bewertung des Inhalts mahnt.
Bislang haben weder die israelische Regierung noch offizielle Hamas-Quellen Stellung zu diesen neuen Anschuldigungen genommen. Die Diskussion bleibt in den sozialen Netzwerken offen, mit Tausenden von Nutzern, die über die Echtheit der Bilder und den Kontext des Konflikts debattieren.