Eine landesweite Meinungsumfrage zeigt, welche Provinzgouverneure in Argentinien die beste und schlechteste Bewertung erhalten. Osvaldo Jaldo aus Tucumán und Ignacio Torres aus Chubut führen die Liste an, während andere an Boden verlieren. Die Ergebnisse geben einen Vorgeschmack auf die Wahlkampfstimmung vor den Wahlen 2027.

Eine neue landesweite Umfrage hat die politische Landschaft Argentiniens aufgemischt: Sie zeigt, welche Gouverneure bei den Bürgern am besten und am schlechtesten abschneiden. Die am Mittwoch von der Tageszeitung Clarín veröffentlichte Erhebung wurde von zahlreichen regionalen und nationalen Medien aufgegriffen und sorgt in der Casa Rosada ebenso für Gesprächsstoff wie in den Provinzen.

🏆 Die Spitzenreiter: Jaldo und Torres

Laut den ersten veröffentlichten Daten festigt der Gouverneur von Tucumán, Osvaldo Jaldo, seinen Platz auf dem Podium der am besten bewerteten Provinzchefs – das berichtet auch das Portal Los Primeros TV. Jaldo, der 2023 nach dem Rücktritt von Juan Manzur antrat, profitiert von einer Politik, die auf öffentliche Bauprojekte und den Dialog mit der nationalen Regierung setzt.

Ein weiterer Name an der Spitze ist der aus Chubut stammende Ignacio Torres, der laut Radio 3 Cadena Patagonia zu den beliebtesten Gouverneuren des Landes zählt. Torres, ein Vertreter des PRO in Patagonien, behält trotz des Konflikts um die Einnahmenverteilung und seiner Auseinandersetzungen mit der Regierung von Javier Milei hohe Zustimmungswerte.

📉 Die Schlusslichter des Rankings

Der Artikel von Eduardo Paladini in Clarín enthält auch die Namen der Gouverneure mit der schlechtesten Bewertung, auch wenn diese in den Schlagzeilen nicht im Detail genannt wurden. Das vollständige Ranking aller 24 Gouverneure ist in der kostenpflichtigen Version des Mediums abrufbar. Laut dem Portal 385.com.ar bewertet die Studie ebenfalls die Bürgermeister der wichtigsten Städte – das erweitert den Blick auf die gesellschaftliche Stimmung vor den nächsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2027.

Warum das wichtig ist

Die Beliebtheit der Gouverneure ist ein wichtiges Stimmungsbarometer für die argentinische Politik – besonders im Vorfeld der Wahlen 2027. Bei einer erwarteten Inflation von rund 33,8 % müssen die Provinzchefs lokale Forderungen mit den Sparmaßnahmen der nationalen Regierung in Einklang bringen. Jüngste Umfragen zeigen zudem einen Rückgang der Zustimmung für Präsident Milei, vor allem bei jungen Wählern.

⚡ Reaktionen in den sozialen Netzwerken

Die Nachricht löste sofort Reaktionen aus: Auf X und anderen Plattformen vergleichen Nutzer die Ergebnisse und debattieren über die Arbeit der einzelnen Gouverneure. Während im offiziellen Lager die guten Werte von Torres und anderen Verbündeten gefeiert werden, sieht die Peronismus-Seite in Jaldo eine starke Figur für die Opposition.

Das vollständige Ranking und die Methodik finden Interessierte in der Originalmeldung bei Clarín sowie in der Übersicht bei Google News.

„Die Beliebtheit der Gouverneure ist ein direktes Spiegelbild ihrer Arbeit und der gesellschaftlichen Stimmung in jeder Provinz“

Politik-Analyst gegenüber Imago