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Kopf-Hals-Krebs: Früherkennung und moderne Therapien geben Hoffnung

28/07/2026 07:25 - Salud

Ein wichtiger Tag für die Aufklärung

Am 27. Juli 2026 wurde der Welt-Kopf-Hals-Krebs-Tag begangen – eine Gelegenheit, auf eine Erkrankung aufmerksam zu machen, die Tumore in Mund, Nase, Rachen, Kehlkopf und Speicheldrüsen umfasst. Weltweit macht sie 4 bis 5 % aller Krebsdiagnosen aus und ist die siebthäufigste Krebsart.

In Argentinien (einem südamerikanischen Land) werden jährlich etwa 3.000 Fälle diagnostiziert, mit einer prognostizierten Zunahme von 30 % bis 2030. Betroffen sind vor allem Menschen über 50 Jahre, Männer zwei- bis viermal häufiger als Frauen.

Warnsignale, die man nicht ignorieren sollte

Dr. Natacha Boyallian, Leiterin der Kopf-Hals-Chirurgie am Sanatorio Allende (einer renommierten argentinischen Klinik), betont, dass bestimmte Symptome nicht normalisiert werden dürfen. Frühzeitige Konsultation dient der Vorsorge, nicht der Beunruhigung.

  • Wunden oder Geschwüre im Mund, die länger als 2 Wochen nicht abheilen.
  • Anhaltende Heiserkeit oder Halsschmerzen.
  • Schluckbeschwerden oder Kauschwierigkeiten.
  • Auftreten von Knoten oder geschwollenen Lymphknoten am Hals ohne erkennbare Ursache.

Risikofaktoren und die Rolle von HPV

Der kombinierte Konsum von Tabak und Alkohol ist der klassische Risikofaktor. Doch das Humane Papillomavirus (HPV) spielt eine immer größere Rolle und erklärt den Anstieg der Fälle bei jungen Patienten ohne Rauchergeschichte.

Tumore, die durch HPV verursacht werden, sprechen besser auf Behandlungen an und haben eine günstigere Prognose. Die HPV-Impfung, Rauchverzicht und gute Mundhygiene sind zentrale Präventionsmaßnahmen.

Ernährung: die unsichtbare Säule der Therapie

Die Ernährungsbewertung ist entscheidend für die Lebensqualität. Mangelernährung und Muskelschwund (Sarkopenie) sowie Schluckstörungen (Dysphagie) sind häufige Komplikationen. Agustina Senese vom Hospital Argerich (einem öffentlichen Krankenhaus in Buenos Aires) erklärt, dass die Ernährung von Anfang an als therapeutische Intervention integriert werden muss – in Zusammenarbeit von Onkologen, Ernährungsberatern und Logopäden, um die Verträglichkeit der Therapien zu verbessern.

Hoffnung und technologische Fortschritte

Bei frühzeitiger Erkennung sind über 80 % der Fälle behandelbar. Die moderne Medizin setzt zunehmend künstliche Intelligenz ein, um Kieferrekonstruktionen zu planen – mit weniger invasiven Eingriffen, Organerhalt und deutlich verbesserter Lebensqualität. Quellen: La Voz, Infobae, Primera Edición und Filo.news.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga