Das argentinische Gesundheitsministerium meldet 15 bestätigte Mpox-Fälle (Affenpocken) im Jahr 2026. Vier neue Infektionen mit dem Klade-Ib-Virus wurden in Córdoba, San Juan und der Provinz Buenos Aires entdeckt. Alle Patienten erholen sich zu Hause ohne Krankenhausaufenthalt.

Mpox in Argentinien: 4 neue Fälle entdeckt, 15 insgesamt im Jahr 2026

Das argentinische Gesundheitsministerium hat bestätigt, dass in Argentinien im Jahr 2026 15 Fälle von Mpox (früher bekannt als Affenpocken oder viruela símica) registriert wurden, laut dem Nationalen Epidemiologischen Bulletin (BEN) Nr. 821 für die epidemiologische Woche 31 (2.–8. August 2026). Der Bericht, veröffentlicht am 18. August, zeigt 4 neue bestätigte Fälle im Vergleich zur letzten Aktualisierung in Woche 26.

Die neuen Fälle betreffen Patienten aus Córdoba, San Juan und der Provinz Buenos Aires (zwei Fälle). Zwei von ihnen hatten Reisegeschichte nach Deutschland und Frankreich. Alle Patienten erholten sich gut, waren in häuslicher Isolierung und benötigten keine Krankenhausbehandlung.

„Die Erkennung von Fällen des Kloben Ib verlangt verstärkte Überwachung, aber alle Patienten erholten sich ohne schwere Verläufe“, betonten die Gesundheitsbehörden.

Geografische Verteilung und Fallmerkmale

Von den 15 bestätigten Fällen im Land konzentrieren sich 8 in der Stadt Buenos Aires, 3 in Córdoba, 2 in der Provinz Buenos Aires, 1 in San Juan und 1 in Río Negro. 87% der Fälle wohnen in der Zentralregion Argentiniens.

  • Geschlecht und Alter: 14 männliche und 1 weiblicher Fall, im Alter zwischen 21 und 50 Jahren.
  • Risikofaktoren: Von 10 Fällen mit Daten hatten 8 sexuelle Beziehungen mit Männern als Hauptfaktor.
  • Impfstatus: Der Fall in San Juan hatte keinen Impfschutz gegen Mpox.

Das Nationale Referenzlabor ANLIS „Dr. Carlos G. Malbrán“ hat neun Fälle des Kloben I im Jahr 2026 typisiert (drei in Córdoba, drei in CABA, zwei in Provinz Buenos Aires, einer in San Juan). Die vier Fälle des Kloben Ib sind eine Untergruppe dieser Klassifizierung.

Was ist Mpox? Mpox, früher als Affenpocken oder Monkeypox bekannt, ist eine virale Infektionskrankheit, die durch ein Orthopoxvirus verursacht wird. Sie wird über direkten Kontakt mit Hautläsionen, Schleimhäuten oder Sekreten übertragen, seltener über die Atemwege. Typische Symptome sind Fieber, Hautausschlag und geschwollene Lymphknoten.

Regionale Lage: Vergleich mit Nachbarländern

Laut der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO/OPS) zur epidemiologischen Woche 26 wurden 677 Fälle in den USA, 215 in Brasilien, 88 in Chile, 69 in Mexiko, 39 in Kolumbien, 35 in Kanada, 16 in Bolivien, 7 in Ecuador und 3 in Peru gemeldet. Im Vergleich ist die argentinische Zahl mit 15 relativ niedrig, doch das Ministerium fordert eine achtsame Überwachung für frühe Erkennung.

Empfehlungen des Gesundheitsministeriums

  • Sensible und qualitativ gute epidemiologische Überwachung in allen Regionen.
  • Prüfung von Reisekontakten oder Reisehintergrund und Sexualkontakten der letzten Zeit.
  • Für Kontaktpersonen sofortige Isolierungsmaßnahmen und Kontaktverfolgung.
  • Der Fall in San Juan wurde mit häuslicher Einzelisolation, Desinfektion von Oberflächen und Verbot geteilter Gegenstände behandelt.

Bezüglich Impfung lehnt das Ministerium eine Massenimpfung ab: Die Überwachung soll Risikogruppen für mögliche Impfpriorisierung definieren.

Zusätzliche Infos für Reisende

Da zwei Fälle mit Reise in Deutschland und Frankreich verbunden sind, empfiehlt das Ministerium, insbesondere bei Reisen nach Europa oder in Länder mit bekanntem Mpox-Ausbruch die Symptome zu beobachten und bei Verdacht den Gesundheitsdienst zu kontaktieren.