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Alfaro gibt nicht auf: Paraguay kämpft trotz Auftakt-Niederlage weiter

13/06/2026 12:52 - Deportes

Entrenador Gustavo Alfaro en conferencia de prensa post partido con expresión seria y determinada, frente a micrófonos de periodistas, con logos del Mundial 2026 en el fondo

Ein Debüt zum Vergessen, aber mit Blick nach vorn

Das SoFi Stadium in Los Angeles wurde Zeuge eines bitteren Abends für die paraguayische Nationalmannschaft. Bei der Rückkehr zu einer Weltmeisterschaft nach 16 Jahren Abwesenheit unterlag die "Albirroja" (der Spitzname der Auswahl, abgeleitet aus den spanischen Wörtern für "weiß" und "rot") mit 1:4 gegen die USA im Auftaktspiel der Gruppe D der WM 2026.

Hintergrund für deutsche Leser: Paraguay, ein Binnenstaat in Südamerika mit etwa 7 Millionen Einwohnern, hat eine reiche Fußballtradition. Die "Albirroja" erreichte 2010 in Südafrika das Viertelfinale – ihr bestes Ergebnis überhaupt. Diese WM 2026 markiert erst die dritte Teilnahme des Landes in seiner Geschichte.

Die ehrliche Analyse von Alfaro

"Die USA haben das Spiel mit absoluter Gerechtigkeit und Klarheit gewonnen, denn wir wussten, dass es ein komplexer Gegner ist, dass sie Einleitungsvarianten haben, Breite, Dreiecksspiele und Angriffe in die Tiefe, die dich schmerzen lassen können, wenn du defensiv nicht gut eingestellt bist", sagte Alfaro vor der akkreditierten Presse.

Der argentinische Trainer fuhr mit einer selbstkritischen Analyse fort: "Sie haben uns taktisch und auch physisch übertroffen. Es gibt viele Details, die wir anpassen müssen."

Der Ausspruch, der die Pressekonferenz prägte

"Unsere Aufgabe ist es, eine Woche zu arbeiten, um zu versuchen, diese Schulden zu begleichen, und ich habe keinen Zweifel, dass wir alles Möglich tun werden und dass wir um die Qualifikation kämpfen werden. Ich habe keinen Zweifel daran."

Gustavo Alfaro, Nationaltrainer von Paraguay

Gruppe D – Aktueller Stand

MannschaftSpPktTD
USA13+3
Australien000
Türkei000
Paraguay10-3

Die USA führen nach dem ersten Spieltag die Gruppe D an.

Nächste Spiele von Paraguay

  • Samstag, 20.06 – Türkei vs Paraguay
    Stadion Bahía de San Francisco – 05:00 MEZ
  • Donnerstag, 25.06 – Paraguay vs Australien
    Stadion Bahía de San Francisco – 04:00 MEZ

"Schmerzhafte Lektionen": Die Perspektive von Alfaro

Der Trainer sprach über die Realität, der sich Paraguay bei seiner Rückkehr auf die höchste Bühne des Fußballs gegenübersteht:

"Offensichtlich lagen die Erwartungen des Landes bei diesem WM-Debüt an einem anderen Ort, und ich habe gesagt, dass ich von keinem Paraguayer verlangen werde, rational zu sein. Wir müssen rational sein und können uns nicht treiben lassen, denn wir kennen die Komplexitäten, die wir haben."

Alfaro fügte hinzu: "Deshalb habe ich immer davon gesprochen, dass es Prozesse gibt, dass es Lehren sind, Erfahrungen, die wir machen müssen, und Gewohnheiten, die man erwerben muss, weil dies die Elite ist. Und wenn man in der Elite konkurrieren will, muss man sich auf dieses Niveau begeben."

Geografische Nähe als Vorteil

Eine gute Nachricht für Paraguay: Die Delegation muss keine langen Reisen für die kommenden Spiele antreten. Die Mannschaft trainiert nur 17 Kilometer vom Stadion Bahía entfernt, wo die beiden nächsten Gruppenspiele stattfinden werden.

Dieser Faktor könnte sich als entscheidend für die physische und mentale Erholung nach dem schweren Auftaktschlag erweisen. Die Nähe ermöglicht es, die Konzentration aufrechtzuerhalten und logistische Belastungen zu minimieren.

Duell der argentinischen Trainer

Das Spiel zwischen den USA und Paraguay hatte eine besondere Note: Beide Trainer sind Argentinier. Gustavo Alfaro (geboren in Rafaela, Provinz Santa Fe) trainiert Paraguay, während Mauricio Pochettino (geboren in Murphy, ebenfalls Santa Fe) die US-Auswahl leitet. Curiosité: Vor dem Spiel rief Ex-Präsident Donald Trump die US-Mannschaft an und lobte Pochettino als "einen fantastischen Trainer".

Hintergrund: Es ist in Südamerika üblich, dass argentinische Trainer andere Nationalmannschaften betreuen – ähnlich wie deutsche Trainer in Europa oft im Ausland arbeiten.

Die abschließende Botschaft des Trainers

Alfaro schloss seine Pressekonferenz mit einem klaren Statement, das die Mentalität widerspiegelt, die er seinen Spielern vermitteln möchte:

"Niemandem gefällt es zu verlieren, und erst recht nicht 4:1, und bei einem Debüt bei einer Weltmeisterschaft nach sechzehn Jahren des Wartens. [...] Das ist der Moment, nach innen zu schauen, uns in die Augen zu sehen und zu sagen: 'Ja, es gibt Dinge, die wir nicht gut gemacht haben und die wir besser machen müssen', aber heute hat die Weltmeisterschaft angefangen, sie ist heute nicht zu Ende gegangen. Und wir werden bis zum Ende kämpfen."

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