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Máximo Kirchner fordert Kandidatur von Cristina Kirchner und kritisiert die "Zögerlichkeit" der Peronisten

13/06/2026 15:10 - Politica

Político argentino hablando en un estrado con banderas peronistas y cartel de Cristina Libre de fondo en un salón gremial lleno de personas

Hintergrund für deutsche Leser

Cristina Fernández de Kirchner war von 2007 bis 2015 Präsidentin Argentiniens und eine der einflussreichsten Politikerinnen Lateinamerikas. Der Peronismus ist eine politische Bewegung, die auf Juan Perón zurückgeht und bis heute die argentinische Politik prägt. Der Kirchnerismus ist der linkspopulistische Flügel dieser Bewegung. ATE ist einer der größten Gewerkschaften Argentiniens im öffentlichen Sektor.

Eine klare Botschaft: "Cristina Libre"

Máximo Kirchner besuchte am Freitag, 12. Juni 2026 die Stadt Paraná, Hauptstadt der Provinz Entre Ríos (etwa 500 km nordwestlich von Buenos Aires). Er leitete eine Veranstaltung im Saal Germán Abdala des ATE-Gewerkschaftssitzes.

Die Versammlung vereinte Militante, politische Führer, Gewerkschafter und soziale Organisationen unter einem einigenden Ziel: der Freiheit von Cristina Fernández de Kirchner. Die ehemalige Präsidentin befindet sich seit einem Jahr unter Hausarrest.

N Angaben der Organisatoren nahm Wado de Pedro (Minister unter CFK) an kommenden Veranstaltungen teil. Anwesend waren lokale kirchneristische Persönlichkeiten: Tomás Ledesma (ehemaliger Abgeordneter, Führer von La Cámpora), Blanca Osuna (Abgeordnete), Carolina Gaillard, Marcelo Casaretto und Mayda Cresto. Stefanía Cora (ehemalige Senatorin) nahm nicht teil.

Kritik an der Wirtschaftspolitik

Die Rede von Máximo Kirchner hatte einen starken wirtschaftlichen Fokus. Er kritisierte die Politik der nationalen Regierung und warnte vor den sozialen Folgen der Krise.

"Wir sind überzeugt, dass wir unser Land durchqueren müssen. Es wird von diesen Wirtschaftspolitiken stark betroffen, und die argentinischen Familien leiden immer mehr."

Der Abgeordnete von Unión por la Patria (oppitionelle Koalition) erklärte: "Wenn das so weitergeht, wird die Lebensqualität der Argentinier immer schlechter" und nannte besorgniserregende Indikatoren zu psychischer Gesundheit.

Zur Auslandsverschuldung sagte Kirchner: "Wenn die argentinische Auslandsverschuldung nicht umstrukturiert wird, ist es sehr schwierig, dass unsere Krankenhäuser, Schulen und Universitäten die notwendigen Ressourcen haben."

"Es gibt keine Wundernamen"

Die Erwähnung des Namens Kirchner war während der gesamten Veranstaltung präsent. Tomás Ledesma erinnerte an historische Besuche von Néstor Kirchner (Präsident 2003-2007) und Cristina Fernández in Paraná.

Máximo Kirchner antwortete: "Tomi, ich danke dir für den Namen, aber vor zehn Jahren sagte ich bereits, dass es keine Wundernamen gibt". Er fügte hinzu, dass "eine Person allein mit dem Nachnamen nicht kann, denn es war nicht Cristina allein - es war ein Volk, das sich hinter seiner Präsidentin aufstellte".

Erklärung: Eine "patriada" (von "patria" = Vaterland) ist im argentinischen Sprachgebrauch ein politischer Aufruf zum kollektiven Handeln für das Land, ähnlich einem "nationalen Projekt".

Verteidigung von Cristina und interne Debatte

Der Abschluss der Rede war der ehemaligen Präsidentin gewidmet. Kirchner sagte: "Wir fordern und wollen, dass Cristina zusammen mit ihrem Volk geht".

Er versicherte, dass Cristina Fernández de Kirchner zur aktiven Politik zurückkehren möchte: "Cristina stirbt vor Sehnsucht, bei ihren Leuten zu sein, sie zu umarmen und zu verteidigen".

Zur internen peronistischen Debatte sagte Kirchner, dass "der Peronismus niemanden ausschließen darf", obwohl er Debatten ermöglichen könne. Dies kritisierte einen Peronismus, der "sehr zaghaft geworden ist".

Lokale Bezüge und emotionales Umfeld

Kirchner erwähnte特别 Indio Solari, Führer der legendären Rockband Los Redonditos de Ricota, der am 5. Juni 2026 verstorben war. "Ich komme aus dem Haus eines Freundes, der uns verlassen hat", sagte er sichtlich bewegt. Der Musiker wurde in Paraná geboren.

Er kritisierte auch den Gouverneur von Entre Ríos, Rogelio Frigerio, weil er "in Buenos Aires lebt", eine Anspielung auf die Debatte über den Wohnsitz provinzieller Amtsträger.

Politischer Kontext

Der Besuch fand im Rahmen von Aktivitäten verschiedener kirchneristischer Sektoren zum ersten Jahrestag des Hausarrests von Cristina Fernández de Kirchner statt. Die Veranstaltung sollte den Dialog zwischen Peronismus-Sektoren stärken und die Figur der ehemaligen Präsidentin als politische Alternative positionieren.

Quellen:

Noticias de Hoy