15/06/2026 10:00 - Economia
Gráfico financiero con flechas verdes ascendentes y un mapa mundi en el fondo, simbolizando el repunte de las acciones turísticas tras una noticia de paz global.
Die Aktien von europäischen Touristik- und Luftfahrtunternehmen sind am Montag, 15. Juni 2026 nach der Ankündigung eines Friedensabkommens zwischen den USA und Iran explodiert. Das Abkommen, das am Freitag, 19. Juni, in Genf, Schweiz offiziell unterzeichnet werden soll, sieht die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Das ist eine wichtige Wasserstraße, durch die ein Viertel des weltweit geförderten Erdöls und Erdgases transportiert wird.
Die Erleichterung an den Märkten war unmittelbar spürbar. Der Referenzölpreis für Europa, Brent, fiel um mehr als 4 % auf etwa 83 USD pro Barrel. Dieser Preisrückgang senkt drastisch die Betriebskosten der Fluggesellschaften, die durch den Konflikt ihre Gewinnerwartungen für 2026 bereits nach unten korrigieren mussten.
Der Konzern IAG hatte im Mai eingeräumt, dass der Anstieg der Treibstoffpreise aufgrund des Krieges im Iran „unweigerlich“ zu niedrigeren als erwarteten Gewinnen im Jahr 2026 führen würde. Das Unternehmen berechnete, dass der Konflikt sie rund 1,6 Milliarden Euro mehr für Treibstoff kosten würde als im Februar geplant.
Mit dem Friedensabkommen und der Wiedereröffnung von Hormus verschwindet dieser Kostendruck. Das eröffnet eine positivere Aussicht auf die Rentabilität der Branche in der zweiten Jahreshälfte.
Die Straße von Hormus ist eine strategische Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Etwa 20-25 % des weltweit konsumierten Erdöls und eine signifikante Menge an Flüssiggas werden dort transportiert. Eine Schließung oder die Androhung einer Unterbrechung führt sofort zu Volatilität an den Energiemärkten und hat direkte Auswirkungen auf den Preis für Flugtreibstoff (Kerosin). Dieser macht zwischen 30 % und 40 % der Betriebskosten einer Fluggesellschaft aus.
Der Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann, forderte über 3.700 Todesopfer und führte zur Erschöpfung der weltweiten strategischen Ölreserven (die USA gaben 400 Millionen Barrel frei, Japan 90 Millionen). Die diplomatische Lösung ist somit eine hervorragende Nachricht für die Weltwirtschaft.
Quellen: Infobae / Agencias
Alfredo S. Quiroga
Conspiraciones