15/06/2026 15:18 - Actualidad
Representación artística de un gaucho militar argentino del siglo XIX a caballo, con paisaje de montañas del norte argentino y bandera argentina, estilo heroico patriótico
Dieser Montag, der 15. Juni 2026, ist in Argentinien ein nationaler Feiertag. Offiziell wird der Übergang zur Unsterblichkeit von General Martín Miguel de Güemes am 17. Juni begangen. Um jedoch Tourismus und familiäre Zusammenkünfte zu fördern, wird das Datum in diesem Jahr auf den Montag verlegt (ein in Argentinien übliches System für „feriados trasladables“). Für deutsche Leser: Dies ist vergleichbar mit der Regelung einiger deutscher Feiertage, die oft auf den Montag fallen, um eine Brücke zum Wochenende zu bilden.
Der Feiertag ehrt eine der wichtigsten Figuren der argentinischen Geschichte. Güemes war nicht nur ein militärischer Führer, sondern auch ein politischer Stratege, der den Norden des Landes mit unkonventionellen Methoden gegen die spanische Krone verteidigte.
Martín Miguel de Güemes wurde am 8. Februar 1785 in Salta (im äußersten Nordwesten Argentiniens) geboren. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie der lokalen Elite. Im Gegensatz zu den europäischen Militärdoktrinen seiner Zeit setzte er auf die sogenannte Gaucho-Kriegsführung.
Er organisierte die „Los Infernales“ (Die Höllischen), eine Reitermiliz aus Gaucho-Cowboys, die das Terrain besser kannten als jeder europische Offizier. Sie nutzten den Boden, die Vegetation und die Überraschung, um die spanischen „Realistas“ (Royalisten) zu zermürben. Diese Strategie verhinderte sieben Invasionen und schützte die Revolution im Süden.
Die Stadt San Francisco (eine wichtige Industriestadt in der Provinz Córdoba, nahe der Grenze zu Santa Fe) veranstaltet erstmals eine Vigilie (Nachtwache) zu Ehren des Generals. Das Event betont auch die Rolle seiner Schwester, María Magdalena „Macacha“ Güemes, die als „Heldin des Nordens“ gilt.
Die Aktivität heißt „Guardia Bajo las Estrellas“ (Wache unter den Sternen) und wird organisiert vom Projekt Arquitectos Sociales.
📅 Datum: Dienstag, 16. Juni 2026
🕒 Uhrzeit: Ab 16:00 Uhr
📍 Ort: Plaza de Arquitectos Sociales
📍 Adresse: Vías del ex Ferrocarril Mitre, zwischen Garibaldi und Perú
María Magdalena „Macacha“ Güemes war weit mehr als nur eine Angehörige; sie war eine Schlüsselfigur im Schatten. Sie fungierte als Geheimdienstlerin und Logistik-Managerin.
Ihre Aufgaben:
Es war Macacha, die Carmen Puch y Velarde ihrem Bruder vorstellte, die später seine Ehefrau wurde.
Am 7. Juni 1821 wurde Güemes in der Nähe von Salta während eines Überraschungsangriffs der Royalisten, geführt von Oberst José María Valdés („El Babarucho“), verwundet. Ein Schuss traf ihn in die Leiste.
Er wurde in die Quebrada de la Horqueta gebracht, wo er von seinen loyalen Anhängern umgeben war. Er starb am 17. Juni 1821 im Alter von nur 36 Jahren.
Der Legende nach sagte er kurz vor seinem Tod voraus, dass seine Frau Carmen Puch ihm bald folgen würde. Tatsächlich starb sie am 3. April 1822, nur 10 Monate später, im Alter von 25 Jahren.
„Ich will keine Gefallen zum Nachteil meines Landes; dieses muss trotz der ganzen Welt frei sein.“
„Lasst uns mit Eifer und Beharrlichkeit arbeiten; wenn die gegenwärtigen Generationen undankbar sind, werden die zukünftigen unser Andenken verehren.“
Quellen: Clarín, Infobae, Radio Canal
Alfredo S. Quiroga
Conspiraciones