16/06/2026 13:42 - Politica
Martillo de juez sobre mesa de tribunal con documentos legales, balanza de justicia en segundo plano, iluminación profesional
Präsident Javier Milei und Justizminister Juan Bautista Mahiques unterzeichneten eine Reihe von Dekreten, die am Dienstag im Boletín Oficial (Amtsblatt Argentiniens) veröffentlicht wurden. Diese formalisieren 15 neue Justizernennungen, entsprechend den vom Senat am 4. Juni 2026 genehmigten Kandidaturen.
In Argentinien erfolgt die Ernennung von Richtern durch den Präsidenten nach Zustimmung des Senats. Das System ähnelt teilweise dem deutschen Bundesverfassungsgericht, ist jedoch stark politisiert. Das Land besteht aus 23 Provinzen und der Autonomen Stadt Buenos Aires (CABA), die jeweils eigene Gerichtsbarkeiten haben.
Die Ernennungen verteilen sich auf verschiedene Gerichte in Buenos Aires und La Plata (Hauptstadt der Provinz Buenos Aires):
| Name | Position |
|---|---|
| Claudio Ricardo Silvestri | Richter am Strafkammergericht (TOF) Nr. 1, La Plata |
| Pablo Ezequiel Wilk | Richter am Strafkammergericht (TOF) Nr. 2, La Plata |
| Laureano Alberto Durán | Kammerrichter am Bundesberufungsgericht La Plata, Saal I |
| Paula Fuertes | Richterin am Strafgericht Nr. 14 (CABA) |
| Soledad Eugenia Mariño | Richterin am Strafgericht Nr. 18 (CABA) |
| José Miguel Guerrero | Richter am Strafgericht Nr. 1 (CABA) |
| María Gloria Capanegra | Richterin am Strafgericht Nr. 17 (CABA) |
| Laura Wiszniacki | Richterin am Zivilgericht Nr. 62 (CABA) |
| Jorge Djivaris | Kammerrichter am Handelsberufungsgericht, Saal B |
| Analía Victoria Romero | Kammerrichterin am Zivilberufungsgericht, Saal E |
| Diego Allievi | Richter am Bundesgericht für Sozialversicherung Nr. 10 |
Santiago Vismara wurde zum Generalstaatsanwalt vor den Strafkammern der Hauptstadt, Staatsanwaltschaft Nr. 9, ernannt. Er ist bekannt für die Ermittlung im Fall Francisco Sáenz Valiente, der für den Tod des brasilianischen Modells Emmily Rodrigues verantwortlich gemacht wird.
Laureano Alberto Durán, Sohn des verstorbenen Bundesrichters Alberto Ramón Durán, wurde am selben Gericht ernannt, an dem sein Vater tätig war. Auch in der Vorwoche wurde Emilio Rosatti ernannt – Sohn des Obersten Gerichtshofpräsidenten Horacio Rosatti. Solche Verbindungen sind in Argentinien nicht ungewöhnlich, stoßen jedoch auf Kritik.
Die Ernennungen erfolgen in einem politisch angespannten Umfeld. Die Regierung steht unter Druck wegen eines Misstrauensantrags gegen Kabinettschef Manuel Adorni (120 von 129 nötigen Unterschriften). Gleichzeitig änderte Milei kürzlich das Ernennungsverfahren für Oberste Gerichtshofrichter und beseitigte das Dekret 222/03 aus der Kirchner-Ära.
Quellen: Boletín Oficial, Senado de la Nación, Infobae
Alfredo S. Quiroga