20/06/2026 16:14 - Internacionales
Un líder político en contexto de negociaciones internacionales, con banderas de naciones en el fondo, representando un momento histórico de diálogo diplomático en Medio Oriente
Mojtaba Khamenei, der im März 2026 nach dem Tod seines Vaters Ali Khamenei das Amt des Obersten Führers des Iran übernahm, veröffentlichte am 19. Juni 2026 seine erste öffentliche Erklärung seit Beginn des Konflikts. In einer über seinen Telegram-Kanal verbreiteten Botschaft autorisierte er formell direkte Gespräche mit den Vereinigten Staaten.
Khamenei erklärte seine Entscheidung: "Auf der Grundlage der Zusage des ehrenwerten Präsidenten, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Obersten Sicherheitsrates handelt, im eigenen Namen und im Namen der anderen Mitglieder, die Rechte der iranischen Nation und der Achse des Widerstands zu wahren, und mit seiner ausdrücklichen Übernahme der Verantwortung dafür, habe ich ihn autorisiert."
Am 17. Juni 2026 wurde ein 14-Punkte-Memorandum zwischen den USA und Iran unterzeichnet, das folgende Punkte enthält:
Die technischen Verhandlungen, die für den 21. Juni 2026 in Bürgenstock, Schweiz, geplant waren, wurden nach israelischen Angriffen im Südlibanon auf unbestimmte Zeit verschoben.
Am 20. Juni 2026 kündigte das iranische Militärkommando die Sperrung der Straße von Hormus als "ersten Schritt" an, mit der Begründung, dass die USA gegen das Abkommen verstoßen hätten. Diese Entscheidung löste eine globale Krise aus:
Blockierte Schiffe
Betroffene Seeleute
Der Preis für Brent-Rohöl stieg auf 83-84 USD pro Barrel, mit direkten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und besonders auf Importländer wie Deutschland und andere europäische Nationen.
Der seit dem 28. Februar 2026 andauernde Konflikt hat bisher mehr als 3.700 Todesopfer gefordert. Die jüngsten Entwicklungen umfassen:
Laut von Axios zitierten Analysten verfolgt Khamenei eine Strategie des "politischen Schutzschildes", die es ihm ermöglicht, sich etwaige Erfolge der Verhandlungen anzueignen oder die Verantwortung für ein eventuelles Scheitern auf Präsident Masoud Pezeshkian abzuwälzen.
Der Oberste Führer war seit seiner Verletzung bei einem israelischen Angriff auf die Residenz seines Vaters in den ersten Tagen des Krieges nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten, was zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und seine Regierungsfähigkeit führte.
Delegationen aus den Vereinigten Staaten (Steve Witkoff, Jared Kushner), Katar und Pakistan befinden sich bereits in Bürgenstock, Schweiz. US-Vizepräsident JD Vance sagte seine geplante Reise zur Teilnahme an den Verhandlungen ab.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reiste in die Schweiz, um "die Einhaltung der Verpflichtungen" aus dem Memorandum einzufordern, das laut Teheran durch Israels Angriffe auf den Libanon verletzt wurde.
Quellen: Infobae, Infobae/EFE
Alfredo S. Quiroga