23/06/2026 21:31 - Sociales
Am 22. Juni 2026 ereignete sich ein verheerender Verkehrsunfall in der Provinz La Pampa im Zentrum Argentiniens. Vier Schwestern verloren dabei ihr Leben, als sie auf dem Weg nach Santa Rosa waren, um einen kranken Verwandten zu pflegen. Das Geschehen fand am Bajo Giuliani statt, einer natürlichen Senke etwa 10 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt.
Für deutsche Leser: La Pampa ist eine ausgedehnte Provinz im zentralen Teil Argentiniens, bekannt für ihre weiten Ebenen und ländliche Bevölkerung. Die Temperaturen können im Winter auf nahe 0°C fallen, was die Bedingungen bei diesem Unfall erklärt.
Die Fahrerin des Fahrzeugs, Dominga Fortunata Sosa (49 Jahre), überlebte als einzige den Unfall. Sie befindet sich in einem Schockzustand und erhält medizinische und psychologische Betreuung.
Der Unfall geschah an der Kreuzung der Ruta Provincial 14 mit der Ruta Nacional 35. Ein Ford EcoSport mit fünf Insassen verlor aus unbekannten Gründen die Kontrolle, durchbrach die Leitplanke und stürzte in ein mit 3°C kaltem Wasser gefülltes Becken.
Die Rettung wurde durch die Wassertiefe und schwierige Zugangsbedingungen erschwert. Einsatzkräfte der Polizei von La Pampa, Feuerwehr, medizinischer Notfalldienst (SEM) und weitere Organisationen waren beteiligt.
Argentinische Rutas: Die Nationalstraßen in Argentinien durchqueren oft weite, dünn besiedelte Gebiete ohne Beleuchtung. Eine Kreuzung in T-Form ohne Licht kann nachts praktisch unsichtbar sein – besonders auf kurvigen oder unübersichtlichen Streckenabschnitten.
Der Ort 25 de Mayo, über 400 Kilometer von Santa Rosa entfernt, trauert um die vier Schwestern. Zwei von ihnen arbeiteten im lokalen Krankenhaus. Eine Kollegin schrieb: „Wie tief diese Traurigkeit uns alle erfasst. Danke für die gemeinsamen Momente, die Lachen und die Liebe.“
Alfredo S. Quiroga