24/06/2026 21:46 - Internacionales
Keiko Fujimori hat sich bei den Präsidentschaftswahlen in Peru durchgesetzt und dabei einen unumkehrbaren Vorsprung laut der Stimmenauszählung vom 24. Juni 2026 erzielt. Die Nachricht, berichtet von El País, markiert einen historischen Moment für die peruanische Politik.
Keiko Fujimori ist die Tochter des ehemaligen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori (der zwischen 1990 und 2000 regierte) und war über Jahre hinweg eine zentrale Figur der peruanischen Opposition. Als Vorsitzende der Partei Fuerza Popular („Volkstärke“) versuchte sie bereits mehrfach vergeblich, die Präsidentschaft zu erlangen.
Alberto Fujimori regierte Peru ein Jahrzehnt lang (1990–2000). Seine Regierung hinterließ ein polarisierendes Vermächtnis: Einerseits wird ihm die Bekämpfung des Terrorismus und die wirtschaftliche Stabilisierung zugeschrieben; andererseits wurde er wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt.
Peru liegt im westlichen Südamerika und ist bekannt für seine reiche Geschichte, die sich bis zum Inkareich zurückverfolgen lässt. Mit etwa 33 Millionen Einwohnern ist es eines der bevölkerungsreichsten Länder der Region. Die Hauptstadt Lima ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes.
Der Sieg von Fujimori ordnet sich in einen regionalen Trend bedeutender politischer Veränderungen ein. Im Juni 2026 erlebte Lateinamerika bemerkenswerte Wandlungen: In Kolumbien gewann Abelardo de la Espriella die Wahlen mit einem Programm für Sicherheit und Kampf gegen den Drogenhandel, während Argentinien unter der Regierung von Javier Milei seinen wirtschaftlichen Kurs beibehält.
Die Rückkehr des Fujimorismus an die Macht weckt Erwartungen hinsichtlich der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik, die die neue Regierung umsetzen wird. Keiko Fujimori hat versprochen, die Wirtschaft zu stärken und gegen die Kriminalität vorzugehen – Themen, die beim peruanischen Wahlvolk großen Anklang fanden.
Der Begriff bezeichnet die politische Bewegung, die auf den ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori zurückgeht. Ihre Anhänger betonen Errungenschaften wie die Niederlage der linken Guerilla-Bewegungen („Leuchtender Pfad“) und wirtschaftliche Stabilität. Kritiker verweisen auf autoritäre Tendenzen und Korruptionsskandale während seiner Amtszeit.
Quelle: El País
Alfredo S. Quiroga