28/06/2026 22:32 - Actualidad
In den frühen Morgenstunden des Samstags, den 28. Juni 2026, ereignete sich auf der Provinzstraße S26 nahe der Stadt Casilda ein verheerender Verkehrsunfall. Ein Peugeot 208 in blauer Farbe mit sechs jungen Insassen verlor in einer Kurve die Kontrolle und überschlug sich gewaltsam. Drei der Insassen verloren ihr Leben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen.
Casilda ist eine bedeutende Stadt im Süden der Provinz Santa Fe, etwa 350 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Buenos Aires entfernt. Die Region ist bekannt für ihre Landwirtschaft und gehört zum sogenannten "Humo de Pampa", einem der fruchtbarsten Gebiete Argentiniens.
Zavalla, der Heimatort aller Insassen, ist eine kleine Gemeinde im Departamento Rosario mit etwa 5.000 Einwohnern, gelegen etwa 30 Kilometer von Casilda entfernt. Die Provinzstraße S26 verbindet beide Orte und ist eine vielbefahrene Verbindungsroute in der Region.
Der Unfall ereignete sich nach 5:00 Uhr morgens in der ersten Kurve der Provinzstraße S26 in Fahrtrichtung Casilda - Carcarañá, im Departamento Caseros, Provinz Santa Fe.
Nach Angaben der Bomberos Voluntarios de Casilda (Freiwillige Feuerwehr Casilda) verlor der Fahrer in der Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug, woraufhin der Wagen von der Straße abkam und sich auf dem Seitenstreifen (Banquina) überschlug.
"Wir wurden zu einem Unfall mit mehreren Opfern in der ersten Kurve der Straße S26 gerufen. Bei Ankunft unserer Einheiten stellten wir fest, dass sich noch eine Person im Inneren des Fahrzeugs befand, während die übrigen Opfer an verschiedenen Stellen am Straßenrand lagen."
Die Schwere des Aufpralls erforderte einen groß angelegten Rettungseinsatz:
Hubschraubertransport eines Verletzten nach Rosario
Krankenhaus in Casilda für Verletzte
Centenario und Plaza für Schwerstverletzte
Vor Ort arbeiteten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, medizinisches Notfallpersonal und Beamte der Unidad Regional IV der Polizei von Santa Fe zusammen.
Die Staatsanwaltschaft (Ministerio Público de la Acusación) hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Unfallursache zu klären. Nach bisherigen Erkenntnissen war kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt, wobei technische Untersuchungen noch andauern.
Lola Gironacchi verstarb am Unfallort. Ramiro Tripiana starb Stunden nach seiner Aufnahme in kritischem Zustand. Sabrina Correa lag mit reservierter Prognose auf der Intensivstation, bis ihr Tod am Sonntag, den 29. Juni 2026, bestätigt wurde.
In Argentinien werden Notfalleinsätze oft durch Bomberos Voluntarios (Freiwillige Feuerwehren) durchgeführt, die in kleineren Städten wie Casilda eine entscheidende Rolle spielen. Der UTV-Dienst (Unidad de Traslado de Víctimas) ermöglicht bei kritischen Fällen den Lufttransport in größere Krankenhäuser, wie jene in Rosario - der drittgrößten Stadt Argentiniens mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern.
Quellen: La Capital | El Litoral
Alfredo S. Quiroga