30/06/2026 15:32 - Judiciales
Laura Daniela Schiuma, Generaldirektorin für Präsidialaktivitäten des Pressebüros, erklärte am Montag vor Bundesstaatsanwalt Gerardo Pollicita im Rahmen des Verfahrens wegen illegitimer Bereicherung gegen Manuel Adorni. Ihre Aussage bestätigte die Verdächtigungen der Ermittler: Der damalige Präsidentensprecher lieh sich ihre Mastercard, um einen Samsung Odyssey Oled G8 Gaming-Monitor für $2.185.000 zu kaufen.
Schiuma berichtete, sie kenne Adorni seit 16 Jahren, als beide bei einem Renault-Autohaus arbeiteten und Sparpläne anboten. Als er zum Präsidentensprecher ernannt wurde, engagierte er sie für die Arbeit in der Casa Rosada (dem Regierungssitz Argentiniens) und suchte vertrauenswürdige Mitarbeiter für sein Team.
Die Ermittler identifizierten mindestens drei Vorfälle zwischen Juni und August 2025:
Alle Produkte wurden im Country Indio Cuá geliefert, einer privaten Wohnanlage in Exaltación de la Cruz (Provinz Buenos Aires).
Schiuma erklärte, dass Adorni ihr persönlich den Gesamtbetrag in bar zurückerstattete, als der Kreditkartenabrechnung eintrauf. Sie gab weder die Herkunft dieser Gelder an noch legte sie Belege, Überweisungen oder Nachrichten vor.
Die Beamtin entdeckte auch vom Bank abgelehnte Transaktionen, die sie nicht autorisiert hatte, darunter einen Smart TV. Der Verdacht: Adorni hatte das Kreditkartenlimit ausgeschöpft.
Bezüglich des Vermögens von Adorni bezeugte sie, nichts über angebliche Kryptowährungsinvestitionen, geerbtes Geld ihres Vaters oder andere Immobilien zu wissen. Sie sah ihn nie mit größeren Summen in Dollar oder Pesos außer für alltägliche Ausgaben.
Staatsanwalt Pollicita erwartet einen Bericht der Dirección General de Asesoramiento Financiero en las Investigaciones (DAFI), der das Ausmaß der Vermögensunregelmäßigkeiten von Adorni aufdecken würde. Mit diesen Informationen könnte die Staatsanwaltschaft Richter Ariel Lijo um eine Vermögensrechtfertigung bitten.
Wenn die Erklärungen die Verdächtigungen nicht ausräumen, würde die Justiz Adorni zur Befragung vorladen. Er müsste sich in Comodoro Py (den Bundesgerichten in Buenos Aires) präsentieren, um sich gegen eine formelle Korruptionsanklage zu verteidigen.
Manuel Adorni trat am 27. Juni 2026 zurück, nachdem ein Vermögenszuwachs von 775% (von $20 Millionen auf $944 Millionen) bekannt wurde. Nach Aussagen von Matías Tabar zahlte er 245.000 Dollar in Schwarz für Renovierungen in Indio Cuá und besaß 500.000 Dollar in nicht deklarierten Kryptowährungen. Diego Santilli wurde als sein Nachfolger bestätigt und wird am 30. Juni 2026 vereidigt.
Quelle: Infobae
Alfredo S. Quiroga