08/07/2026 06:43 - Internacionales
Wie die spanische Zeitung El País berichtet, erklärte der US-Präsident Donald Trump am 8. Juli 2026, dass die am 17. Juni 2026 unterzeichnete Waffenruhe mit dem Iran beendet sei. Während des NATO-Gipfels (Nordatlantikvertrag-Organisation, ein militärisches Verteidigungsbündnis westlicher Staaten) in Ankara (Türkei) nannte Trump die iranischen Führer 'Abschaum' und behauptete, sie würden von 'kranken, wilden, gewalttätigen Menschen' geführt.
Dennoch ließ der Präsident inmitten der Spannungen eine Tür für die Diplomatie offen, indem er andeutete, dass seine 'großartigen Verhandler' weiterhin mit der anderen Seite sprechen könnten, um einen friedlichen Ausweg zu suchen und die Möglichkeit einer langfristigen Einigung am Leben zu erhalten.
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran begann am 28. Februar 2026. Nach Monaten der Spannungen wurde am 17. Juni 2026 eine vorläufige Absichtserklärung erreicht, die eine 60-tägige Verhandlungsperiode eröffnete.
Die Straße von Hormuz (eine enge Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman) ist zum wichtigsten Verhandlungspfand des Iran geworden. Etwa 20 % des weltweiten Erdöls passieren diese Gewässer, was Teheran einen erheblichen Einfluss auf den globalen Handel gibt. Washington hat darauf bestanden, dass wirtschaftliche Belohnungen für den Iran nur dann gewährt werden, wenn ein echter Wille zur Zusammenarbeit und zum Frieden besteht.
Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte hielt das US-Bombardement als Vergeltung für die Verletzung des Waffenstillstands durch den Iran für 'absolut notwendig', drückte jedoch die Hoffnung aus, dass die Situation 'ein friedliches Ende findet'. Der iranische Parlamentspräsident Mohamed Bagher Ghalibaf beschuldigte die USA, die Waffenruhe gebrochen zu haben, und erklärte, sie würden 'sich nicht unterwerfen'.
Trotz der harten Wortwechsel und der Strenge der verwendeten Begriffe bietet Trumps Erwähnung der Fortsetzung der Verhandlungen einen Hoffnungsschimmer, dass die Diplomatie überwiegen und eine weitere Destabilisierung im Nahen Osten vermieden werden könnte.
Alfredo S. Quiroga