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Milei feiert Unabhängigkeitstag in Tucumán und stärkt Strategie für 2027

09/07/2026 12:04 - Politica

Milei in Tucumán zum 9. Juli

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag reiste Präsident Javier Milei nach Tucumán, um an der Vigilie zum 9. Juli 2026 teilzunehmen. Der Präsident wird die zentralen Feierlichkeiten leiten und damit seine Präsenz im Landesinneren an einem Datum von tiefer historischer Bedeutung bekräftigen.

Wiederwahlstrategie 2027

Im Hinblick auf die kommenden Wahlen festigt die Regierung ihre politische Strategie für die Wiederwahl im Jahr 2027. Der Plan basiert auf der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität mit einem kontrollierten Dollar, sinkender Inflation und der Erholung der Kaufkraft der Löhne.

Die politischen Verhandlungen werden von Diego Santilli geleitet, der am 30. Juni 2026 das Amt des Kabinettschefs übernahm. Eines der zentralen Themen der Agenda ist die Abschaffung der sogenannten PASO (Primarias, Abiertas, Simultáneas y Obligatorias), einer Vorwahl, die in Argentinien vor den eigentlichen Wahlen stattfindet. Dieses Projekt soll vor September 2026 verabschiedet werden.

Wirtschaftlicher und finanzieller Kontext

Das wirtschaftliche Panorama zeigt positive Signale, die die Regierung zu nutzen sucht. Das Länderrisiko (Riesgo País) liegt bei 408-412 Basispunkten, einem Niveau, das seit 2018 nicht mehr zu beobachten war.

Der Dollar notiert an der staatlichen Banco Nación bei 1.510 ARS, während der Markt für Wechselkurserwartungen (REM) der argentinischen Zentralbank (BCRA) prognostiziert, dass die Währung bis Dezember 2026 auf 1.673 ARS steigen wird.

Darüber hinaus hat der Wirtschaftsminister Luis Caputo den Finanzplan 2026/2027 vorgestellt, der für das laufende Jahr einen Überschuss von 3,7 Milliarden USD vorsieht.

Shutdown des Staates und Haltung der Vizepräsidentin

Auf institutioneller Ebene wurde ein Projekt angekündigt, das einen Mechanismus des sogenannten Shutdowns (Schließung des Staates) in der Exekutive vorsieht, falls das Budget aufgebraucht ist. Diese Maßnahme ist vom System der Vereinigten Staaten inspiriert. Angesichts dieses Vorschlags distanzierte sich die Vizepräsidentin Victoria Villarruel und kritisierte die Initiative, was einen Divergenzpunkt innerhalb der Regierungskoalition markierte.

Andererseits wurden Gerüchte über eine angebliche illegale Bereicherung des Beamten Manuel Adorni verworfen und als eine Operation des Peronismus eingestuft.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga