09/07/2026 12:57 - Economia
Nach intensiven Verhandlungen und einem Streik, der am 1. Juli 2026 den Anfang markierte, hat die Regierung der Provinz Buenos Aires eine Einigung mit den Lehrer- und Beamtengewerkschaften erzielt. Das Angebot einer Gehaltserhöhung von 7% in zwei Schritten wurde angenommen und bringt frischen Wind in die Taschen Tausender Arbeitnehmer.
Die Erhöhung wird auf die Grundgehälter angewendet, was gewährleistet, dass auch Rentner von der Verbesserung profitieren. Die Verteilung erfolgt wie folgt: 5% im Juli und 2% zusätzlich im August. Die Tarifverhandlungen (in Argentinien 'paritaria' genannt) werden im September wieder aufgenommen, um die wirtschaftliche Situation basierend auf der Inflation neu zu bewerten.
Die Vereinbarung umfasst nicht nur Gehaltsfragen. Im Bildungssektor wurde ein Zusatzabkommen zur Prävention, zum Schutz und zur Wiedergutmachung bei Gewalt- und Belästigungsvorfällen aufgenommen, eine historische Forderung des Sektors. Zudem wird die Kampagne 'Cuidemos a quienes enseñan' (Lasst uns diejenigen schützen, die lehren) gestartet.
Für die Verwaltungsangestellten nach dem Gesetz 10430 (Ley 10430) umfasst die Vereinbarung die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis für Personal, das zwischen 2024 und 2025 eingetreten ist. Zudem werden die Auswahlverfahren für leitende Positionen modifiziert.
| Position | Juli 2026 | August 2026 |
|---|---|---|
| Klassenlehrer (Maestro de Grado) | $990.793 | $1.018.575 |
| Schulassistent (Preceptor) | $855.757 | $885.901 |
| Professor | $1.348.905 | $1.380.137 |
| Klassenlehrer mit 5. Stunde | $1.236.347 | $1.268.805 |
| Klassenlehrer Vollzeit | $1.982.586 | $2.037.149 |
Nun wird erwartet, dass die Provinz das gleiche Angebot auf Fachkräfte im Gesundheitswesen, Justizangestellte sowie Polizeibeamte und Mitarbeiter des Strafvollzugsdienstes ausweitet, die separate Verhandlungen führen.
Die Federación de Educadores Bonaerenses (FEB) nahm den Vorschlag mit knapper Mehrheit an, was eine gewisse Besorgnis im Sektor widerspiegelt, jedoch die Fortschritte bei der Arbeitssicherheit anerkennt.
Alfredo S. Quiroga