15/07/2026 09:04 - Politica
Die Generalsekretärin des Präsidialamtes, Karina Milei, und der Starberater Santiago Caputo beschlossen, sich von Rodrigo Lugones zu distanzieren. Dies führte zu einer Neuordnung wichtiger Staatsbereiche.
Es wurde berichtet, dass Karina Milei Rodrigo Lugones die Kontrolle über das Satellitenunternehmen ARSAT und die Kommunikationsbehörde ENACOM entzogen hat. Diese Verdrängung erfolgt in einem komplizierten Kontext, da sich ARSAT mitten in einem Justizskandal befindet. Gegen den ehemaligen Leiter Facundo Leal wird ermittelt. Bei Durchsuchungen seiner Immobilien wurden 2,4 Millionen US-Dollar in bar gefunden, deren Herkunft er nicht erklären konnte.
Lugones, der Sohn des Gesundheitsministers Mario Lugones, hatte die Unterstützung seines ehemaligen Partners in der Beratungsfirma Move, Santiago Caputo, verloren. Neben dem Fall Leal erlitt der Einflussbereich von Lugones kürzlich einen weiteren Rückschlag durch den Rücktritt von Guido Giana als Vizegesundheitsminister, der ebenfalls mit der Move-Gruppe verbunden war.
Mit dem Rückzug von Lugones festigte der neue Kabinettschef Diego Santilli seine Macht, indem er die Kontrolle über diese Bereiche übernahm. Laut Infobae unterzeichnete Santilli zusammen mit Präsident Javier Milei den Erlass 571/26, der die Kommunikationsstruktur der Regierung nach dem Ausscheiden von Manuel Adorni neu ordnet.
Es wurden zwei neue Präsidialsekretariate geschaffen: das für die Präsidialsprecher und das für Kommunikation und Medien. Für ersteres wurden Pamela Morales Jourdan und Alexia Sagemuller ernannt. Zudem wurden zwei Vize-Kabinettschef-Positionen geschaffen: Ignacio Devitt für strategische Projekte und Gustavo Coria für den Innenbereich, beide Vertraute von Karina Milei.
Diese Neuanordnung zielt auf mehr Effizienz und Koordination zwischen den Bereichen ab und repliziert das Schema, das Guillermo Francos damals anwandte. Sie zeigt die Machtdynamiken innerhalb der Regierungskoalition im Hinblick auf die kommenden legislativen und electoralen Herausforderungen.
Quellen: La Política Online und Infobae.
Alfredo S. Quiroga