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Frankreich legalisiert Sterbehilfe als sechstes Land weltweit

16/07/2026 04:51 - Internacionales

Ein neues Kapitel in den Rechten am Lebensende

Den Quellen zufolge wird der 15. Juli 2026 in die legislative Geschichte Europas eingehen, da das französische Parlament voraussichtlich endgültig das Gesetz verabschieden wird, das die aktive Sterbehilfe und den assistierten Suizid legalisiert. Die Abstimmung wird voraussichtlich eine signifikante Unterstützung erzielen: 291 Stimmen dafür, 241 dagegen und 29 Enthaltungen.

Mit dieser Entscheidung wird der Präsident Emmanuel Macron ein Versprechen einlösen, das er im Jahr 2022 gemacht hatte. Frankreich wird somit das sechste Land der Welt sein, das diese Praktiken legalisiert, und sich den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Spanien und Portugal anschließen. Für deutschsprachige Leser ist es interessant zu wissen, dass die rechtliche Situation in Deutschland (wo 2024 das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung neu geregelt wurde) anders gelagert ist, Frankreich nun aber einen ähnlichen Weg wie seine westlichen Nachbarn einschlagen wird.

Voraussetzungen und rechtlicher Prozess

Die neue Gesetzgebung wird einen strengen Rahmen festlegen, um Zugang zu einem würdevollen Tod zu erhalten. Die zu erfüllenden Voraussetzungen werden sein:

  • Volljährigkeit.
  • Wohnsitz in Frankreich oder französische Staatsbürgerschaft.
  • Vorliegen einer schweren und unheilbaren Krankheit, die unerträgliches Leiden verursacht.
  • Volle Entscheidungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Entscheidung.

Das Verfahren, das den Patienten schützen wird, umfasst mehrere obligatorische Schritte:

  1. Formeller medizinischer Antrag durch den Patienten.
  2. Kollegiale Bewertung durch ein Gesundheitsteam.
  3. Antwort durch das medizinische Team innerhalb einer Frist von 15 Tagen.
  4. Obligatorische Bedenkzeit von 2 Tagen vor dem Eingreifen.

Die religiöse und Gewissensdebatte

Die Verabschiedung dieses Gesetzes wird nicht frei von moralischen und religiösen Spannungen sein. Der Bischof von Bayonne, Marc Aillet, wird eine scharfe Warnung herausgeben, dass katholische Abgeordnete, die für die Maßnahme stimmen, nicht kommunizieren könnten. Ebenso wird Aillet entschieden das Recht auf Gewissensfreiheit des medizinischen Personals verteidigen und garantieren, dass kein Arzt oder Krankenpfleger gegen seine Überzeugungen zu diesen Verfahren gezwungen wird.

Quellen: InfoVaticana, La Nación.

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