18/06/2026 12:16 - Internacionales
Una refinería petrolera en llamas de noche con columnas de humo negro elevándose hacia el cielo mientras se ven drones y destellos de explosiones antiaéreas en Moscú
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj richtete am 18. Juni 2026 eine scharfe Warnung an Russland, nachdem ein massiver Drohnenangriff Moskau erschüttert hatte. "Wenn die Ukraine brennt, wird auch Moskau brennen", erklärte er in einer Audionachricht an die Presse und bezog sich damit auf die anhaltenden russischen Bombenangriffe auf ukrainisches Territorium.
Die ukrainische Offensive, die von der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS als der größte Angriff auf Moskau seit mindestens zwei Jahren eingestuft wurde, fand statt, während Präsident Wladimir Putin sich mit südostasiatischen Führern in der Stadt Kasan traf, etwa 700 km östlich der russischen Hauptstadt.
Für das Verständnis dieses Konflikts ist es wichtig zu wissen, dass Russland einer der größten Energielieferanten Europas war. Die Ukraine fungiert als wichtiges Transitland für russisches Erdgas nach Westeuropa. Der Krieg hat diese Lieferketten massiv gestört und zu Energiepreiskrisen in Deutschland geführt. Ein Angriff auf eine Raffinerie, die 40% des Benzins und 50% des Diesels für die Moskauer Region liefert, hat direkte Auswirkungen auf die russische Wirtschaft und könnte globale Energiemärkte beeinflussen.
Selenskyj bezeichnete den Angriff als "absolut gerechtfertigt" und wies direkt auf die Verantwortung von Präsident Putin hin: "Das Wichtigste ist, dass das russische Volk anfängt zu verstehen, dass ein Mann - Putin - diesen Krieg führt, während gewöhnliche Menschen den Preis zahlen".
Die Erklärung war eine Reaktion auf den russischen Bombenangriff, der die Uspenski-Kathedrale (Cathedral of the Dormition) im Kiewer Höhlenkloster (Kiew-Petschersk-Lawra) schwer beschädigt hatte - ein UNESCO-Weltkulturerbe, das für die orthodoxe Christenheit von enormer Bedeutung ist. Dieses Ereignis empörte die internationale Öffentlichkeit.
Der Angriff erfolgte nur einen Tag nach dem Abschluss des G7-Gipfels in Évian, Frankreich, bei dem die Staats- und Regierungschefs eine Erhöhung des Drucks auf Russland vereinbarten, um den Krieg zu beenden. Selenskyj befindet sich derzeit in Brüssel, um weitere militärische Unterstützung zu suchen und die europäische Integration der Ukraine voranzutreiben.
Die Eskalation des Konflikts findet in einem angespannten globalen Umfeld statt, wobei das kürzlich unterzeichnete Abkommen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise vorübergehend gesenkt hat, aber auch weitreichende geopolitische Auswirkungen haben könnte.
Alfredo S. Quiroga