18/06/2026 18:26 - Politica
Multitud de personas mayores y trabajadores en manifestación frente al edificio del Senado de Entre Ríos con carteles que dicen NO A LA REFORMA PREVISIONAL, banderas argentinas y de sindicatos, ambiente de protesta social
In der argentinischen Provinz Entre Ríos (eine der 23 Provinzen Argentiniens, gelegen im Osten des Landes zwischen den Flüssen Paraná und Uruguay) hat sich eine breite Bewegung gegen die geplante Rentenreform formiert. Die Multisectorial en Defensa de la Caja de Jubilaciones - ein Bündnis verschiedener Gewerkschaften und Rentnerorganisationen - hat für den Mittwoch, 24. Juni zu simultanen Informationsveranstaltungen in den Städten Paraná, Concordia und Gualeguaychú aufgerufen.
Zusätzlich wird ein Generalstreik mit Straßenmarsch vorbereitet, dessen Datum in den kommenden Tagen festgelegt werden soll. Die Proteste richten sich gegen ein Reformprojekt, das derzeit in der Provinzgesetzgebung diskutiert wird und von den Gewerkschaften als "brutaler Einschnitt" für aktive Arbeitnehmer und Rentner bezeichnet wird.
| Gesammelte Unterschriften | 50.000 |
| Zusätzlicher Beitrag | 8% |
| Aktueller Beitrag | 19% |
| Gesamtbeitrag nach Reform | 27% des Gehalts |
Die Rentenkasse von Entre Ríos ist die defizitärste unter den 13 Provinzsystemen, die nicht an den nationalen Staat übertragen wurden.
Alejandra Levrand, Generalsekretärin der Asociación del Personal Superior (APS), erklärte, dass die Reform "einen brutalen Einschnitt für unsere Rentner und aktiven Arbeitnehmer" darstellt. Sie verteidigte die derzeit geltende Ley 8.732, die das provinzielle Rentensystem regelt.
"Die Vertreter der Gewerkschaften haben bereits im Senat unsere Position und die Gründe für dieses Nein zur Reform dargelegt."
Abel Antivero, Generalsekretär von Agmer (Lehrergewerkschaft), warnte vor "einer wachsenden sozialen Besorgnis", da die Reform "eine Verarmungsmaßnahme der Provinzregierung" sei.
Paraná (Túnel Subfluvial), Concordia (Calabacilla) und Gualeguaychú
Datum wird noch bestätigt, vor der Behandlung im Senat
Erste oder zweite Juliwoche
Der Senat von Entre Ríos setzt die öffentlichen Anhörungen im Rahmen der Reformdebatte fort. Die Kommissionen für Haushalt und Finanzen und für Verfassungsangelegenheiten haben Vertreter der Gemeindearbeiter (Festram), der Rentner- und Pensioniertenföderation angehört. Am Mittwoch folgen Anhörungen mit dem Richterverband, der Anwaltskammer und der Wirtschaftswissenschaftlichen Berufskammer.
Senator Rafael Cavagna verteidigte die Reform als "wegen des Defizits notwendig" und kündigte an, dass Änderungen am ursprünglichen Projekt geprüft werden. Die Rentenkasse von Entre Ríos befindet sich in einem Notzustand bis zum 31.12.2027 mit Verlängerungsmöglichkeit.
Argentinien hat ein komplexes Rentensystem. Neben dem nationalen System (ANSES) existieren in einigen Provinzen wie Entre Ríos eigene Rentenkassen. Diese "Cajas de Jubilaciones" werden von der jeweiligen Provinz verwaltet. Die geplante Reform betrifft alle Arbeitnehmer in Entre Ríos - auch ausländische Arbeitnehmer, die in der Provinz beschäftigt sind.
Wichtig zu wissen: Die Provinz Entre Ríos liegt im argentinischen Litoral, grenzt im Osten an Uruguay und ist für ihre Landwirtschaft und Thermalbäder bekannt. Paraná ist die Hauptstadt.
Die Reform zielt darauf ab, die defizitäre Rentenkasse auszugleichen - das System mit dem höchsten Defizit unter den 13 Provinzregimen. Gewerkschaften und Rentner warnen jedoch, dass die Kosten auf die aktiven Arbeitnehmer (durch einen Zusatzbeitrag von 8%) und auf die Rentner (durch Leistungsreduzierung und Anhebung des Rentenalters) abgewälzt werden.
Basierend auf Berichten über die Proteste gegen die Rentenreform in Entre Ríos, Argentina, Juni 2025.
Alfredo S. Quiroga