18/06/2026 21:15 - Actualidad
Fachada del Palacio de la Legislatura de la Ciudad de Buenos Aires con banderas argentinas en un día soleado, arquitectura neoclásica imponente
Am Donnerstag, den 18. Juni 2026, verabschiedete die Legislative der Stadt Buenos Aires die sogenannte Anti-Trapito-Gesetzgebung. Diese neue Norm zielt darauf ab, die inoffiziellen und oft aggressiven Parkplatzwächter zu bekämpfen, die die öffentlichen Straßen der Hauptstadt kontrollieren. Das Ergebnis der Abstimmung war eindeutig: 35 Abgeordnete stimmten für das Gesetz, 18 dagegen.
Stadtchef Jorge Macri feierte die Verabschiedung in den sozialen Medien mit einem klaren Bekenntnis zu Recht und Ordnung. Die neue Gesetzgebung ersetzt die als unzureichend empfundene Regelung und etabliert eine strenge Strafscala, die von hohen Geldbußen bis hin zu Gefängnisstrafen reicht.
Für Besucher aus dem Ausland ist das Phänomen oft schwer verständlich. Ein 'Trapito' (ein Diminutiv von 'Trapo', was Lappen bedeutet) ist in Argentinien die Bezeichnung für Personen, die ohne jegliche Autorisierung Parkplätze auf öffentlichen Straßen 'verwalten'. Sie weisen Autofahrer in Parklücken ein und verlangen Geld für die 'Bewachung'.
Das Problem: Oft handelt es sich um eine Form der Erpressung. Zahlen die Autofahrer nicht, riskieren sie Beschädigungen an ihren Fahrzeugen. Diese Praxis hat sich in Buenos Aires zu einem organisierten Geschäft entwickelt, das die Sicherheit im öffentlichen Raum beeinträchtigt.
Die politische Landschaft Buenos Aires' zeigte sich gespalten, doch die Regierungskoalition setzte sich durch.
Die Gesetzgebung ändert die Artikel 91 und 92 des Vergehensgesetzbuches (Ley N.º 1472) und führt eine klare Unterscheidung zwischen gelegentlichen Anbietern und organisierten Strukturen ein.
| Vergehen | Strafmaß |
|---|---|
| Anbieten von unerlaubtem Parkservice |
|
| Mit erschwerenden Umständen (Einschüchterung, Persistenz) | Strafmaß verdoppelt sich automatisch |
| Organisatoren und Koordinatoren |
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| Clubs oder Institutionen die diese Aktivitäten fördern |
|
Besonders wichtig für Touristen und Einheimische bei Konzerten oder Fußballspielen: Bei Großereignissen gelten die Strafen in einem Radius von 50 Blocks um das Veranstaltungsgelände, beginnend 6 Stunden vor und endend 3 Stunden nach der Veranstaltung. Dies zielt darauf ab, die organisierte 'Abzocke' vor Stadien und Theatern zu beenden.
Quelle: Legislatura de la Ciudad Autónoma de Buenos Aires
Alfredo S. Quiroga