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Albtraum im Paradies: Argentinier berichten vom tödlichen Hotelbrand in der Dominikanischen Republik

20/06/2026 15:15 - Internacionales

Incendio en hotel turístico caribeño con estructura de madera y techo de paja ardiendo, columnas de humo negro, bomberos trabajando, turistas evacuando por jardines con vegetación tropical

Von der Karibik-Idylle in den Terror

Was als perfekter Urlaub in der Dominikanischen Republik begann, endete in einem Szenario des Schreckens. Am Freitag, 19. Juni 2026, gegen 11:00 Uhr (Ortszeit), brach im Hotel Viva Dominicus in Bayahíbe (Provinz La Altagracia) ein verheerendes Feuer aus. Die Flamen, begünstigt durch die typische Architektur mit Strohdächern und Holzkonstruktionen, breiteten sich rasend schnell aus und vernichteten die gesamte Premium-Zone der Anlage direkt am Meer.

Für die vielen argentinischen Touristen, die über Direktflüge aus Córdoba und Santa Fe angereist waren, wurde aus dem Paradies ein Albtraum. Eine italienische Touristin, Franchezca Valentino (46), starb durch Rauchvergiftung, und etwa 1700 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Argentinische Zeugen: "Wir rannten um unser Leben"

Hinweis: Córdoba und Santa Fe sind zentrale Provinzen Argentiniens, deren Bewohner beliebte Ziele in der Karibik frequentieren.

Valentina (aus General Baldissera, Córdoba)

"Wir waren auf einer Terrasse und sahen, wie es losging. Es gab einen Funken bei Schweißarbeiten am Dach der Lobby, und sofort brannte alles. Hier sind die Dächer aus Stroh, und mit dem Wind war es schlimmer. Wir rannten buchstäblich um unser Leben. Wir holten gerade noch unsere Pässe und Koffer aus den Zimmern. Andere haben alles verloren."

Ignacio (aus Córdoba)

"Ich frühstückte im Buffet, sah den Rauch und verstand erst nichts. Zwanzig Minuten später gab es das Buffet nicht mehr, alles war verbrannt. Rauch und Flammen überall, eine Gänsehaut-Stimmung, ein echter Albtraum."

Warum das Feuer so schnell wütete

Das Resort Viva Dominicus besteht aus zwei Bereichen: Viva Dominicus Beach und Palace. Das Feuer konzentrierte sich auf den Beach-Bereich, wo die exklusiven Bungalows mit Strohdächern ("Cabañas") direkt am Strand liegen. Diese traditionelle Bauweise ist malerisch, aber extrem feueranfällig.

Daniela Muñoz, eine Touristin aus Santa Fe, beschrieb: "Die Bungalows am Meer hatten Strohdächer. Der Beach-Bereich, rechts vom Meer aus gesehen, brannte komplett nieder."

Folgende Bereiche wurden laut Zeugen zerstört:

  • Lobby und Rezeption
  • Geschäfte im Komplex
  • Premium-Bungalows am Meer
  • Bar und zwei Hauptrestaurants

Todesopfer

1

Franchezca Valentino (46), Italien. Tod durch Rauchvergiftung.

Evakuierte

~1700

Gäste mussten in Sicherheit gebracht werden.

Auswirkungen auf die argentinische Community

Aufgrund direkter Flugverbindungen von Córdoba (zentrales Argentinien) nach Punta Cana und La Romana halten sich viele Argentinier in Resorts wie diesem auf. Eine Familie von 11 Personen aus Córdoba Capital und Marcos Juárez befand sich unter den Gästen.

Ignacio beruhigte Familienangehörige in der Heimat: "Viele aus Córdoba sind hier. Wir wissen von niemandem, der verletzt wurde. Alle sind wohlauf." Allerdings verloren manche Gäste, wie eine Familie aus Buenos Aires, sämtliche Habseligkeiten und Dokumente.

Die argentinische Botschaft in der Dominikanischen Republik intervenierte umgehend, um bei Passierscheinheiten und Dokumentenverlust zu helfen, obwohl Strom- und Internetausfälle die Kommunikation erschwerten.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

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