25/06/2026 09:22 - Actualidad
Die Kältewelle, die Argentinien seit dem 23. Juni 2026 betroffen hat, erreicht ihren Höhepunkt an diesem Mittwoch, den 25. Juni, wie der Nationale Wetterdienst Argentiniens (SMN - Servicio Meteorológico Nacional) bestätigte. Die Behörde hat eine gelbe Warnung vor extremen Temperaturen für den Großraum Buenos Aires (AMBA) und weitere 15 Provinzen herausgegeben. Diese Bedingungen können ein Gesundheitsrisiko darstellen, insbesondere für gefährdete Gruppen.
Hinweis für internationale Leser: Argentinien befindet sich auf der Südhalbkugel, sodass Juni der Winter entspricht. Der AMBA (Área Metropolitana de Buenos Aires) ist der Großraum Buenos Aires mit über 15 Millionen Einwohnern und umfasst die Hauptstadt sowie ihre Vorstädte.
Der SMN hat die Warnung für folgende Gebiete aktiviert:
Die niedrigsten Temperaturen:
| Ort | Temperatur |
|---|---|
| Uspallata (Mendoza, Anden) | -10°C |
| Malargüe (Mendoza) | -7,9°C |
| Jáchal (San Juan) | -4,7°C |
| Großraum Buenos Aires | Tiefst: 4°C / Höchst: 11°C |
Es wurden landwirtschaftliche Fröste in über 60 Orten registriert, was besonders den Agrarsektor betrifft.
Das Frontsystem brachte bedeutende Schneemengen in die patagonische Region:
Begünstigte Skigebiete:
Bariloche, Ushuaia (südlichste Stadt der Welt), Las Leñas, Penitentes und Vallecito
Patagonien ist die südlichste Region Argentiniens, bekannt für ihre spektakulären Landschaften und im Winter für exzellente Wintersportmöglichkeiten.
Das ECMWF-Vorhersagemodell zeigt, dass sich die Niederschläge auf Nordargentinien konzentrieren werden:
Formosa, Chaco, Misiones und nördliches Corrientes werden Niederschlagsmengen von 30 bis 70 mm mit möglichen organisierten Gewittern verzeichnen.
Córdoba, Santa Fe, Buenos Aires, La Pampa, San Luis und Mendoza bleiben unter 10 mm.
Außerdem wird Zonda-Wind im NOA (Nordwestargentinien) erwartet. Der Zonda ist ein heißer, trockener Fallwind, der von den Anden herabweht und typisch für diese Region ist.
Der SMN empfiehlt:
Die gelbe Warnung bedeutet, dass die Bedingungen besonders gefährlich sein können für: Kinder, Personen über 65 Jahre, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Es wird empfohlen, die Vorsichtsmaßnahmen zu verstärken und bei Kältesymptomen einen Arzt zu konsultieren.
Alfredo S. Quiroga