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Argentinische Retter in Venezuela im Einsatz nach den Erdbeben

27/06/2026 12:20 - Actualidad

Ankunft und Einsatz im Katastrophengebiet

Die 26 Soldaten der argentinischen Armee, die nach Venezuela reisten, trafen am Samstag, den 27. Juni 2026, um 02:30 Uhr in Caracas ein. Sie sind das erste Kontingent aus Argentinien, das sich den humanitären Hilfsmaßnahmen nach den Erdbeben anschließt, die das karibische Land am 24. Juni 2026 erschütterten.

Die Mission steht unter dem Kommando von Oberst Miguel Ángel Wissinger und wurde von General Gustavo Enrique González López, dem Verteidigungsminister der Volksmacht von Venezuela, empfangen. Der Verantwortungsbereich des argentinischen Kontingents ist die Stadt Caraballeda im Bundesstaat La Guaira, eine der am stärksten betroffenen Zonen.

Hinweis: La Guaira ist ein Küstenstaat nördlich von Caracas, bekannt für seine Strände und als wichtiges Hafengebiet. Die Region ist stark bevölkert und wurde von den Beben besonders hart getroffen.

Eingesetzte Ressourcen

  • USAR-Brigaden: Urbane Suche und Rettung (spezialisierte Einheiten für Trümmerfelder)
  • Hundeteams: Ausgebildete Rettungshunde zur Lokalisierung von Überlebenden
  • Medizinisches Personal: Notfallmediziner, Krankenschwestern und Helfer
  • Ausrüstung: Notfall-Krankenwagen, Medikamente
  • Logistik: Embraer-Flugzeug (40 Passagiere), Hercules C-130, Flugzeug von Aerolíneas Argentinas

Humanitäre Hilfe

  • 134 Zelte für betroffene Familien
  • 2 Wasser-Aufbereitungsanlagen mit 16 Bedienern
  • 48 Küchensets
  • Matratzen und Tragbahren
  • Klimaanlagen

Kontext: Die Erdbeben in Venezuela

Am 24. Juni 2026 wurde Venezuela von zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert, die mit weniger als einer Minute Abstand registriert wurden. Experten bezeichnen dies als ein „seismisches Doppelereignis". Das Epizentrum befand sich nahe San Felipe, Yaracuy, etwa 200 km von Caracas entfernt.

Nach vorläufigen Daten beträgt die Bilanz 589 Tote und 2.980 Verletzte, mit mehr als 50.000 vermissten Personen und 2.927 betroffenen Familien. Der Bundesstaat La Guaira gehört zu den am schwersten getroffenen Gebieten, mit mehr als 250 eingestürzten oder schwer beschädigten Gebäuden.

Erklärung: Ein seismisches Doppelereignis („Doblete sísmico") bezeichnet zwei starke Erdbeben, die kurz nacheinander am selben Ort auftreten. Dies erschwert die Rettungsarbeiten erheblich, da Gebäude bereits durch das erste Beben geschwächt wurden.

Koordination und internationale Reaktion

Die Sicherheitsministerin Alejandra Monteoliva bestätigte, dass die von der Bundesagentur für Notfälle (AFE) koordinierten USAR-Brigaden bereits in Venezuela sind. Der Verteidigungsminister Carlos Presti hatte zuvor angekündigt, dass die argentinischen Streitkräfte Mittel und Personal für Notfalleinsätze bereithalten.

Die argentinische Marine spielt eine zentrale Rolle im Einsatz mit spezialisiertem Personal, Mensch-Hund-Teams und einer Brigade zur Unterstützung bei der Lokalisierung von Überlebenden. Argentinien schließt sich anderen Ländern an, die Hilfe entsandten, wie Spanien (54 Retter), El Salvador (300 Retter), USA und die Spende von 100.000 Euro von Papst Leo XIV.

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