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Historisches Aus im WM 2026: Uruguay scheitert erneut in der Vorrunde

27/06/2026 22:39 - Deportes

Ein vorzeitiges Ende in Guadalajara

Für Uruguay endete die Weltmeisterschaft 2026 am 26. Juni 2026 bereits in der Vorrunde. Die Auswahl verlor ihr letztes Gruppenspiel mit 0:1 gegen Spanien im Estadio de Guadalajara. Mit nur 2 Punkten aus drei Spielen und keinem einzigen Sieg belegte 'La Celeste' den dritten Platz in Gruppe H und schied aus.

Das entscheidende Tor für Spanien fiel in der 41. Minute der ersten Halbzeit. Álex Baena nutzte einen schweren Torhüterfehler von Fernando Muslera aus, der bei einem Herauslaufen den Ball nicht klären konnte. Muslera, der bereits eine unglückliche Partie spielte, wurde zur Halbzeit von Sergio Rochet ersetzt, wie Trainer Bielsa nach dem Spiel bestätigte. Dies war eine Entscheidung des Spielers selbst.

Daten des Ausscheidens

SpielUruguay 0-1 Spanien
Datum26.06.2026
OrtGuadalajara
TorÁlex Baena 41'
Punkte2 (0 Siege)
Position Gruppe H3. von 4 Teams
Rote KarteCanobbio

Gruppe H - Endstand

TeamPktTD
Spanien7+4
Kap Verde30
Uruguay2-1
Saudi-Arabien1-3

Bielsas zweites Scheitern in Folge

Trainer Marcelo Bielsa, ein legendärer argentinischer Coach, übernahm die Verantwortung für das frühe Aus. In der Pressekonferenz gab er zu: "Wir holten 2 von den 7 geplanten Punkten." Der Rosarino, der im Mai 2023 mit dem Ziel antrat, die enttäuschende Performance von WM 2022 (ebenfalls Aus in der Vorrunde) zu korrigieren, erlebte nun eine Wiederholung des Misserfolgs.

Für die uruguayischen Fans ist dies besonders schmerzhaft, da es die zweite aufeinanderfolgende Vorrunden-Pleite unter Bielsa ist. Die anfängliche Euphorie nach seiner Verpflichtung und einer starken Qualifikationsphase verflog angesichts der Realität des Turniers.

Hintergrund: Uruguay, oft als 'La Celeste' (Der Himmelblaue) bezeichnet, zählt zu den historisch erfolgreichsten Nationen Südamerikas. Das Ziel, bei einer WM wieder ganz vorne mitzuspielen, wurde erneut verfehlt, was Fragen nach der Ausrichtung des Teams aufwirft.

Gründe für das Scheitern

  • Der Fehler von Muslera: Der 39-jährige Torhüter, eine Ikone des Vereins Galatasaray Istanbul, patzte fatal. Dies entfachte eine Debatte über seine Zukunft in der Nationalmannschaft nach diesem Turnier.
  • Rote Karte für Canobbio: In einem kritischen Moment musste Uruguay mit einem Mann weniger weiterspielen.
  • Mangelnde Effektivität: Über alle drei Gruppenspiele hinweg blieb Uruguay ohne eigenen Torerfolg.
  • Taktische Probleme: Der typische 'Bielsa-Stil' mit hohem Pressing und Intensität war im entscheidenden Moment nicht zu sehen.

Die Zukunft von Bielsa bei 'La Celeste'

Die große Frage lautet nun: Wird Bielsa weitermachen? Sein Vertrag ist aufgrund seines hohen Gehalts ein Diskussionsthema. Der uruguayische Verband (AUF) muss entscheiden, ob der 'Proyecto Bielsa' fortgesetzt wird oder ein Neuanfang bevorsteht.

Muslera bat öffentlich um Entschuldigung und übernahm die Verantwortung für seinen Fehler, der das Spiel gegen Spanien entschied.

Während Uruguay die Heimreise antritt, freut sich Kap Verde über den historischen Einzug ins Achtelfinale. Das Team trifft am 3. Juli 2026 um 19:00 Uhr (Ortszeit) im Hard Rock Stadium von Miami auf Argentinien, den amtierenden Weltmeister und Heimat von Trainer Bielsa. Ein besonderes Spiel für Bielsa, der nun seinen Landsleuten von der Außenbank zusehen muss.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga