29/06/2026 09:43 - Deportes
Die Feierlichkeiten zur Fußball-Weltmeisterschaft wurden in Kalifornien von einer Tragödie überschattet. Eine Person kam ums Leben, eine weitere wurde schwer verletzt bei einem Schusswechsel, der sich am Sonntag im San Pedro Square ereignete – einem beliebten Freizeitort in der Stadt San José, der als Fan Zone für die Spiele des Turniers diente.
Die Polizei von San José bestätigte, dass die Beamten in den Bereich North Market Street und West Santa Clara Street gerufen wurden, nachdem Meldungen über Schüsse eingegangen waren. „Ein Opfer wurde vor Ort für tot erklärt. Das zweite wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein örtliches Krankenhaus gebracht“, hieß es in einer offiziellen Erklärung.
Der San Pedro Square ist ein bekannter Treffpunkt im San Francisco Bay Area, der für die Übertragung der WM-Spiele auf Großbildschirmen ausgewählt wurde. Die Region war Austragungsort mehrerer Turnierspiele und zog in den vergangenen Wochen Tausende von Fans an.
San José liegt im Herzen des Silicon Valley, etwa 70 km südlich von San Francisco, und ist mit über einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Kaliforniens.
Der Schusswechsel ereignete sich zu einem besonders emotionalen Moment für den kanadischen Fußball. Nur Stunden zuvor, am 28. Juni 2026, hatte die Nationalmannschaft von Kanada erstmals in ihrer Geschichte das Achtelfinale einer Weltmeisterschaft erreicht – durch einen 1:0-Sieg gegen Südafrika im Stadion von Los Angeles, mit einem Tor von Stephen Eustáquio in der Nachspielzeit.
Zum Zeitpunkt des Schusswechsels wurde in San Pedro Square kein WM-Spiel übertragen, da das einzige angesetzte Spiel der Tages bereits Stunden zuvor beendet war.
Kanada wartet nun auf den Sieger der Partie zwischen den Niederlanden und Marokko, die am 4. Juli 2026 in Houston ausgetragen wird.
Die örtlichen Behörden sperrten mehrere umliegende Straßen und baten die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden, solange die Ermittlungen andauern. Der Fall wird als Totschlag untersucht.
Die Weltmeisterschaft 2026 wird gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet. Es ist das erste Turnier mit 48 teilnehmenden Mannschaften. Fan Zones – öffentliche Orte mit Großbildschirmen – sind in allen Austragungsländern eine beliebte Möglichkeit für Fans, die Spiele gemeinsam zu erleben, besonders für jene ohne Eintrittskarten für die Stadien.
Quellen: Mundo Deportivo | Infobae | TN
Alfredo S. Quiroga