01/07/2026 21:10 - Internacionales
Venezuela, ein Land an der Nordküste Südamerikas, das für seine Karibikstrände und die Hauptstadt Caracas bekannt ist, durchlebt eine humanitäre Krise von außerordentlichen Ausmaßen. Am 24. Juni 2026 erschütterten zwei verheerende Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 das Land. Das Epizentrum befand sich nahe der Stadt Morón, etwa 170 Kilometer westlich von Caracas, und verwüstete weite Teile der venezolanischen Küstenregion.
Nach der offiziellen Bilanz vom 30. Juni 2026 hat die Katastrophe folgende Spuren hinterlassen:
Eine vorläufige Satellitenstudie der NASA schätzt, dass 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden. Bilder des Satelliten Sentinel-1 zeigen Schäden von Caracas bis Puerto Cabello (einer wichtigen Hafenstadt).
La Guaira ist die am stärksten betroffene Zone mit 774 beschädigten Gebäuden, darunter der vollständige Einsturz von Strukturen wie dem 11-stöckigen Gebäude „La Gabarra".
Der Flughafen Simón Bolívar – Venezuelas wichtigster internationaler Flughafen nahe Caracas – erlitt schwere Schäden, was die Ankunft humanitärer Hilfe erschwert.
Trotz der vergangenen Zeit finden Rettungsteams weiterhin Überlebende unter den Trümmern:
Die internationale Gemeinschaft hat eine beispiellose Hilfsaktion mobilisiert:
| Herkunftsland/Organisation | Beitrag |
|---|---|
| 27 Länder | Humanitäre Hilfe |
| Über 3.300 Rettungskräfte | Spezialisierte Einsatzteams |
| 200 Suchhunde | Trainierte Rettungshunde |
| USA | 300 Millionen Dollar Spende |
| China | 100 Millionen Yuan Spende |
| UNICEF | 47 Tonnen Hilfsgüter |
| Papst Leo XIV. | 100.000 Euro Spende |
| Argentinien | 64 Militärangehörige entsandt |
Anwohner in La Guaira beklagen Mangel an schwerem Gerät und Treibstoff, um die Rettungsarbeiten zu beschleunigen.
María Corina Machado, Friedensnobelpreisträgerin 2025 und Oppositionsführerin im Exil seit Ende 2025, erklärte von Panama aus, sie sei bereit, „das Notwendige zu tun", um nach Venezuela zurückzukehren und den Opfern zu helfen. Die Sperrung des Luftraums durch die Übergangsregierung von Delcy Rodríguez verhindert jedoch ihre Rückkehr.
Yaya Peñaloza, ein Argentinier venezolanischer Herkunft, sucht nach seinem verschwundenen Vater nach dem Einsturz des Gebäudes La Gabarra. Es wird über Mangel an schwerem Gerät und Fehlinformationen in sozialen Netzwerken berichtet.
Organisationen wie UNHCR (anforderte 15 Millionen Dollar für 30.000 Betroffene), Rotes Kreuz (plant 24-monatige Operation für 300.000 Betroffene) und CAF (Entwicklungsbank) nehmen Spenden entgegen. Argentinien hält seine humanitären Hilfskanäle aktiv.
Quellen: NASA, UN, Rotes Kreuz, UNICEF, Regierung von Venezuela, internationale humanitäre Organisationen.
Alfredo S. Quiroga