05/07/2026 21:30 - Deportes
Die Weltmeisterschaft 2026 (ein Turnier, das in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird) beschert uns ein beispielloses Kapitel abseits des Spielfelds. Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association, der Weltfußballverband) kündigte am 5. Juli 2026 die Aussetzung der Sperre gegen Folarin Balogun (25 Jahre) an. Dies ermöglicht dem US-Stürmer, im entscheidenden Achtelfinalspiel gegen Belgien am 6. Juli in Seattle dabei zu sein.
Balogun, aktuell bester Torschütze der US-Mannschaft mit 3 Toren in 4 Spielen, war in der 64. Minute des Sieges mit 2:0 gegen Bosnien und Herzegowina im Sechzehntelfinale vom Platz gestellt worden. Der VAR (Video Assistant Referee, also der Videobeweis, der Schiedsrichter bei umstrittenen Entscheidungen unterstützt) hatte festgestellt, dass er auf den Knöchel des bosnischen Verteidigers Tarik Muharemovic getreten war, was als grob unsportliches Verhalten eingestuft wurde. Dies hätte das Fehlen im Spiel gegen Belgien bedeutet, bis ein seltener disziplinarischer Mechanismus ausgelöst wurde.
Einer Quelle zufolge, die mit CNN sprach, führte der US-Präsident Donald Trump diese Woche ein Gespräch mit dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino und bat um eine Überprüfung der Entscheidung. Trump feierte das Ergebnis in seinem sozialen Netzwerk Truth Social: „Danke an die FIFA, das Richtige getan und ein großes Unrecht rückgängig gemacht zu haben! Präsident DONALD J. TRUMP“.
Die Disziplinarkommission wandte Artikel 27 ihres Kodex an und setzte die Sperre für ein Spiel unter einer Bewährungszeit von einem Jahr aus. Obwohl die Rote Karte in seiner Akte bleibt, ist der Stürmer nun berechtigt zu spielen.
Der US-Trainer Mauricio Pochettino (54 Jahre) bezeichnete die Maßnahme als gerecht und betonte, dass die vorherige Strafe übertrieben war, da das Team 30 Minuten lang mit zehn Männern spielen musste. Der belgische Fußballverband (RBFA) und sein Trainer Rudi Garcia zeigten ihr Erstaunen und versicherten, rechtliche Schritte zu prüfen, mit der Begründung, die Entscheidung widerspreche dem Wettbewerbsreglement.
Alfredo S. Quiroga