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Tragödie in Venezuela: 3.685 Tote und ein Not-Friedhof in La Guaira

08/07/2026 03:04 - Internacionales

Die schlimmste Naturkatastrophe seit über einem Jahrhundert

Am 24. Juni 2026 traf ein Doppel-Erdbeben mit den Magnituden 7,2 und 7,5 den Norden Venezuelas und hinterließ eine beispiellose Verwüstung. Der Bundesstaat La Guaira (eine Küstenregion in der Nähe der Hauptstadt Caracas) galt als Epizentrum der Katastrophe: 190 Gebäude stürzten ein und 856 Strukturen wurden beschädigt. Dies teilte der Parlamentspräsident Jorge Rodríguez über Telegram mit.

Wie TN berichtete, aktualisierte die venezolanische Regierung am Dienstag, den 7. Juli 2026, die traurige Bilanz: Es gibt nun 3.685 Tote (ein Anstieg um 150 Opfer im Vergleich zum Montag) und 16.740 Verletzte. Darüber hinaus verloren 17.907 Menschen ihre Häuser, weshalb 87 Übergangslager eingerichtet wurden.

Der Friedhof der Hoffnung

Aufgrund des Ausmaßes der Tragödie, mit fast 300 unbezeichneten Leichen, sahen sich die Behörden gezwungen, einen Notfriedhof eine Autostunde von La Guaira entfernt anzulegen. Dieser befindet sich in einem abgelegenen Bereich des Friedhofs von La Esperanza.

Laut einem Bericht der BBC Mundo erstrecken sich lange Reihen weißer Kreuze auf einem Hügel. Die Behörden betonen, dass es sich nicht um ein Massengrab handelt. Jede Beerdigung erfolgt einzeln. Jedes Grab hat ein Kreuz, weiße Steine und einen Identifikationscode, der den Leichnam mit einer Akte verknüpft.

Der Gemeindeleiter Elis Zabala erklärte, dass die Arbeit mit Hingabe zusammen mit einem Team von Freiwilligen durchgeführt wird. Schwere Maschinen graben seit über 10 Tagen Gräben, um den aus den Trümmern geborgenen Opfern die letzte Ruhe zu geben.

Das Drama der Vermissten und ein Hoffnungsschimmer

Eine der großen Kritikpunkte war das Fehlen offizieller Rettungsteams zur Suche nach Vermissten. Obwohl die Regierung ihre offizielle Zahl auf 157 vermisste Personen begrenzt (seit dem 25. Juni nicht mehr aktualisiert), verzeichnet die Bürgerinitiative Desaparecidos Terremoto Venezuela über 30.000 Meldungen. Die UNO warnte ihrerseits, dass es etwa 50.000 Vermisste geben könnte.

Dennoch gibt es inmitten des Schmerzes Wunder. Ein solches ist der Fall von Fabiana Blanco (12), die lebendig geborgen wurde, nachdem sie 32 Stunden unter den Trümmern des Gebäudes Ritamar Palace in Caraballeda (einer Stadt in La Guaira) verbracht hatte. Das Mädchen überlebte, indem sie Ketchup und Streukäß fand. Sie wurde mit einem gebrochenen Fuß gerettet, und ihr Lächeln ging viral, was einem trauernden Land Hoffnung gab.

Internationale Solidarität im Gange

Die venezolanische Regierung informierte, dass 29.567 Sicherheitskräfte und 28.362 Freiwillige im Einsatz sind. Zudem wurden 9.603 Tonnen an Lebensmitteln verteilt. Die internationale Gemeinschaft reagierte ebenfalls: Argentinien entsandte 16 Tonnen Hilfsgüter und über 100 Ärzte. Persönlichkeiten wie die Feuerwehrfrau Micaela López Fariña aus La Plata nahmen an lebenswichtigen humanitären Missionen in der Region teil.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

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