12/07/2026 16:19 - Internacionales
Die Ortschaft Los Gallardos in der Provinz Almería (Andalusien, Südspanien) durchlebt eine der schlimmsten Umweltkatastrophen der letzten Jahre. Seit dem Ausbruch am 9. Juli 2026 wütet der Waldbrand. Doch nun gibt es ein hoffnungsvolles Signal: Die Wetterbedingungen verbessern sich und ermöglichen den Einsatzkräften eine dringendende Atempause.
Das Feuer brach am Donnerstagnachmittag durch den Fall eines Hochspannungsmastes aus. Der Minister für Präsidialangelegenheiten, Félix Bolaños, führte das beispiellose Verhalten der Flammen, die mit bis zu 100 Metern pro Minute vorrückten, auf den Klimanotstand zurück.
Antonio Sanz, Leiter des regionalen Katastrophenschutzes, gab einen ermutigenden Bericht über die Wetterlage ab. Gegenüber dem Portal 20 Minutos betonte Sanz, dass in der vergangenen Nacht keine neuen direkten Bedrohungen für bewohnte Gebiete und keine neuen Todesopfer zu verzeichnen waren.
„Wir haben sehr schwachen Wind, eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 50 %, und zum ersten Mal öffnet sich uns ein Fenster der Gelegenheit. Es ist der erste Tag, an dem wir den Brand aktiv bekämpfen können“, hob Sanz hervor.
Um die Notlage zu bewältigen, wurde eine Großoperation eingeleitet. Von frühen Morgenstunden an kamen 22 Luftfahrzeuge zum Löschen aus der Luft zum Einsatz. Am Boden arbeiten 500 Kräfte unermüdlich daran, das Vorrücken des Feuers einzudämmen. Unterstützt werden sie dabei von der UME (Unidad Militar de Emergencias – Militäreinheit für Notfälle) und der Guardia Civil (spanische Gendarmerie).
Der Außenminister Spaniens, José Manuel Albares, nutzte sein Konto im sozialen Netzwerk X, um sich für die Zeichen der Unterstützung zu bedanken. „Ich danke für all die Solidarität und das Beileid, das mir so viele Länder und Außenminister für Almería, Andalusien und Spanien in diesen schmerzhaften Momenten der schrecklichen Waldbrände übermitteln“, schrieb er.
Quelle: TN
Alfredo S. Quiroga