13/07/2026 18:04 - Judiciales
Das argentinische Bundesstrafgericht 4 (Tribunal Oral Federal 4) hat eine wegweisende Entscheidung getroffen und die ehemaligen Beamten Julio De Vido und José López verurteilt. Dieses Urteil kommt nach fast zwei Jahrzehnten der Ermittlungen und zeigt, dass das Justizsystem in der Lage ist, komplexe Korruptionsfälle aufzuklären und zu ahnden.
Julio De Vido (ehemaliger Minister für Bundesplanung) und José López (ehemaliger Staatssekretär für öffentliche Arbeiten) wurden zu 5 Jahren Gefängnis und lebenslangem Berufsverbot verurteilt. Sie wurden wegen passiver Bestechung in ideeller Konkurrenz mit Betrug verurteilt.
Zusätzlich erhielt Néstor Ulloa (ehemaliger Manager von Nación Fideicomisos) 5 Jahre Gefängnis, während Führungskräfte des Unternehmens Skanska (Mario Piantoni, Gustavo Vago und Javier Azcárate) zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Für De Vido ist dies bereits seine fünfte Verurteilung in Korruptionsfällen.
Der Skandal brach im Jahr 2006 unter der Leitung von Richter Ariel Lijo und Staatsanwalt Carlos Stornelli aus. Der Fall untersuchte die Zahlung von Bestechungsgeldern, um Ausschreibungen für die Erweiterung der Gaspipelines TGN und TGS im Jahr 2004 an das schwedische Unternehmen Skanska zu lenken. Dies markierte den Beginn der Ermittlungen zu Korruption im öffentlichen Bauwesen jener Zeit.
Das Gericht, bestehend aus Néstor Costabel, Jorge Gorini und María Gabriela López Iñiguez, ordnete den Einzug von $34.594.947,34 ARS (wegen Betrugs) und $14.017.588,69 ARS (wegen Bestechung) an.
Der Prozess erstreckte sich über 47 Anhörungen seit April 2024, in denen 78 Zeugen aussagten.
Die offizielle Veröffentlichung des Urteils ist für den 22. September 2026 um 13:30 Uhr geplant, was Klarheit und Gewissheit über den Prozess bringt.
Quelle: Infobae
Alfredo S. Quiroga