19/07/2026 11:55 - Internacionales
Lokalen und internationalen Medienberichten zufolge bestätigt die am Samstag, 19. Juli 2026 aktualisierte offizielle Bilanz, dass die schweren Erdbeben, die am 24. Juni den Norden Venezuelas erschütterten, tiefgreifende Spuren hinterließen. Die seismischen Bewegungen mit Magnituden von 7,2 und 7,5 auf der Richterskala traten mit nur 39 Sekunden Abstand entlang der venezolanischen Küstenkordillere auf.
Der United States Geological Survey (USGS) verzeichnete diese als die intensivsten Erdbeben im Land seit über einem Jahrhundert. Diese verheerende Tragödie hat jedoch die enorme Widerstandsfähigkeit und Solidarität des venezolanischen Volkes gezeigt.
Mitten in den Aufräumarbeiten und Hilfsleistungen leitete die Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, eine emotionale Zeremonie im Bundesstaat La Guaira, einer der am stärksten betroffenen und zum Katastrophengebiet erklärten Zonen. Während der im staatlichen Fernsehen übertragenen Feier wurden die Auszeichnungen Héroes de Venezuela und Héroes Caninos de Venezuela an mehr als 6.000 Helfer und ihre Suchhunde verliehen.
Die letzte offizielle Bilanz, die durch den Vizepräsidenten des Landes, Jorge Rodríguez, mitgeteilt wurde, beschreibt das Ausmaß des Ereignisses und die immense laufende humanitäre Aufgabe:
Die Erholung schreitet mit festen Schritten voran. Derzeit sind mehr als 21.000 Personen in 107 temporären Zufluchtsorten untergebracht und sicher, die über La Guaira, Caracas und Miranda verteilt sind.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass 1,3 Millionen betroffene Menschen in den nächsten sechs Monaten Notfallversorgung benötigen werden. Um diese Situation zu mildern, informierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass Venezuela auf 346 Millionen US-Dollar aus eigenen Reserven zugreifen konnte. Diese Mittel werden laut Delcy Rodríguez vollständig den Aufgaben der Erholung und des Wiederaufbaus zugutekommen.
Alfredo S. Quiroga