20/07/2026 18:33 - Judiciales
Die Nacht des 19. Juli 2026, nach dem Finale der Weltmeisterschaft 2026, in dem Argentinien gegen Spanien verlor, wurde im Viertel Z1 der Stadt Neuquén (in der gleichnamigen Provinz im argentinischen Patagonien) von Trauer überschattet. Ein 24-jähriger junger Mann verlor sein Leben und drei weitere Personen wurden bei der Explosion eines hochexplosiven Feuerwerkskörpers verletzt.
Lokalen Medien und Polizeiquellen zufolge befand sich die Gruppe von Personen auf einem unbebauten Grundstück in der Nähe der Wasserpumpstation des lokalen Wasserunternehmens EPAS. Sie versuchten, professionelle Pyrotechnik in einem handgefertigten Mörser (einem Startrohr für Feuerwerkskörper) zu zünden, was gegen 21:00 Uhr zu einer tödlichen Detonation führte.
Der Leiter der Mordkommission (División Homicidios), Comisario Inspector Juan Carlos Barroso, erklärte, dass das verwendete Material nicht für den freien Verkauf bestimmt ist. Es handelt sich um eine professionelle Kategorie, die für Großveranstaltungen vorgesehen und von der Nationalen Agentur für kontrollierte Materialien (Agencia Nacional de Materiales Controlados - ANMAC) reguliert wird. Es wird vermutet, dass der Sprengstoff aus einem Unternehmen in der Provinz Santa Fe stammte.
Der Fall liegt nun in den Händen der Mordanklagebehörde (Fiscalía de Homicidios) unter der Leitung der Staatsanwältin Inaudi, mit Beteiligung der 18. Polizeistation (Comisaría N°18) und der Mordkommission. Die vorläufige Einstufung lautet auf Ermittlung der Todes- und Verletzungsursachen.
In der Provinz Neuquén sind die Verwendung und der Verkauf von Feuerwerk seit über einem Jahrzehnt verboten, um Personen mit empfindlichen Gesundheitszuständen und Tiere zu schützen sowie Brände zu verhindern. Polizeiquellen wiesen jedoch auf die Existenz eines Schwarzmarktes hin, der den Zugang zu diesen Geräten erleichtert, die besonders an den Tagen der WM-Spiele sichtbar sind.
Quelle: imago.com.ar
Alfredo S. Quiroga