20/07/2026 21:04 - Actualidad
Das ruhige Leben im traditionellen Viertel Colegiales in Buenos Aires wurde erschüttert, als in der Öffentlichkeit Plakate auftauchten, die vor dem Verlust von 'Piti' warnten, einer angeblichen Boa von mehr als 3 Metern Länge. Den Flyern zufolge war das Tier von der Terrasse eines Hauses in der Gegend von Céspedes und Zapiola entkommen.
Die Nachricht, die sich schnell in sozialen Netzwerken und Medien viral verbreitete, enthielt kuriose Details: Sie behauptete, die Schlange sei nicht aggressiv, reagiere auf ihren Namen 'trotz Reptil zu sein', 'nehme jeden Tag ein Sonnenbad' und sei zur Beruhigung der Nachbarn 'kastriert'. Es wurden sogar Empfehlungen verbreitet, sie nicht zu fangen und bei Sichtungen die Zivilschutzbehörde zu kontaktieren.
Am 20. Juli 2026 nahm die Geschichte jedoch eine überraschende Wendung. 'Piti' hat nie existiert, ebenso wenig wie die Familie, die angeblich danach suchte. Es handelte sich um eine verdeckte Werbestrategie, die von einem Hundesitter namens Lucas ersonnen wurde, um sein Unternehmen zu bewerben.
Im Gespräch mit dem Programm '¿Y qué?' von Vorterix erklärte Lucas, dass die Idee war, 'etwas Sichtbarkeit zu erlangen, aber nicht so viel'. Der Plan umfasste einen 'zweiten Teil': einen Flyer, der seine Dienste mit dem Satz anbot: 'Willst du nicht rausgehen, weil man sagt, dass eine Boa frei herumläuft? Keine Sorge, ich spaziere mit deinen Hunden mit viel Liebe, Geduld und Verantwortung, während du ruhig zu Hause bleibst'. Der junge Mann gab zu, dass er es lustig fand, weil es unglaubwürdig war, dass eine Schlange auf ihren Namen hört.
Was als Scherz oder Marketingstrategie begann, könnte rechtliche Konsequenzen haben. Quellen mit Zugang zum Fall gaben der Zeitung La Nación an, dass der für die Ermittlungen zuständige Staatsanwalt prüft, welche Straftatbestände vorliegen könnten, da der Vorfall die Mobilisierung staatlicher Ressourcen auslöste und unnötige öffentliche Panik verursachte.
Dieser virale Vorfall eröffnete auch eine wichtige Debatte neu: die Haltung von Wildtieren als Haustiere. In Argentinien ist die Wildfauna durch das Gesetz 22.421 zur Erhaltung der Fauna geschützt, das 1981 verabschiedet wurde und den Fang, Transport, Handel und die Haltung von Wildtieren verbietet. Experten erinnern daran, dass Arten wie Landschildkröten, Affen, Füchse und Boas nicht als Haustiere gehalten werden dürfen.
Der Fall von 'Piti' erinnert uns auf freundliche Weise, dass Viralität nicht mit Wahrheit gleichzusetzen ist. Bevor man Informationen teilt, selbst wenn sie harmlos erscheinen oder bereits von mehreren Profilen gepostet wurden, ist es ideal, nach ihrem Ursprung zu fragen und zuverlässige Quellen zu suchen. Die Überprüfung hilft uns, eine informiertere und sicherere Gemeinschaft für alle aufzubauen!
Ursprüngliche Quelle: Chequeado
Alfredo S. Quiroga