22/07/2026 10:04 - Actualidad
Die Provinz Santa Cruz, das südlichste Festlandterritorium Argentiniens in der mystischen Region Patagonien, bereitet sich auf den kältesten Luftstrom des Jahres 2026 vor. An den 21. und 22. Juli 2026 werden die Temperaturen in weiten Teilen des Westens und Zentrums voraussichtlich kaum über 0 °C steigen. Trotz dieser herausfordernden Bedingungen arbeiten die Provinzbehörden koordiniert zusammen, um die Sicherheit aller Einwohner und Reisenden zu gewährleisten.
Für ausländische Reisende ist es wichtig zu verstehen, wie das argentinische Warnsystem funktioniert:
Die Allgemeine Verwaltung der Provinzstraßen (Administración General de Vialidad Provincial, AGVP) und die Provinzagentur für Verkehrssicherheit (APSV) setzen kontinuierlich Einsatzkräfte ein, um die Fahrbahnen von Schnee und Eis zu befreien. Roberto Antipa, Distriktchef der Straßenverwaltung in Río Gallegos (der Hauptstadt von Santa Cruz), informierte, dass die Straßen mit entsprechender Vorsicht befahrbar sind, jedoch empfohlen wird, unnötige Reisen zu vermeiden.
Antipa teilte eine wunderbare Anekdote: Wenn die Arbeiter Salz streuen, um das Eis zu schmelzen, nähern sich Guanakos (eine südamerikanische Kamelart, typisch für Patagonien) den Straßen, um das salzige Wasser zu lecken. Bitte achten Sie auf die einheimische Tierwelt beim Fahren!
Sandra Gordillo, Unterstaatssekretärin für Zivilschutz von Santa Cruz, erinnerte daran, dass Routen wie die RP 18, RP 43 und die RN 3 (die Nationalstraße, die Piedra Buena mit Río Gallegos verbindet) gesperrt wurden, um den sicheren Einsatz der Schneeräumfahrzeuge zu ermöglichen. Vor kurzem konnte ein koordinierter Einsatz zwischen Zivilschutz, Straßenverwaltung, Gendarmerie und der Direktion für ländliche Operationen ein Ehepaar retten, das nach dem Verlassen einer Estancia (typischer argentinischer landwirtschaftlicher Betrieb) trotz der Sperrungen über 24 Stunden im Schnee feststeckte.
Die patagonische Gemeinschaft hält im Angesicht des Wetters zusammen. Der Zivilschutz bietet rund um die Uhr Informationen über die Notrufnummer 103 oder unter den Telefonnummern (02966) 420042 und (02966) 435422.
Quellen: La Opinión Austral, El Diario Nuevo Día, TiempoSur, Ahora Calafate.
Alfredo S. Quiroga