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Bart: Der argentinische Retterhund, der in Venezuela zwei Kinder lebendig fand

29/06/2026 15:30 - Actualidad

Ein Held auf vier Pfoten

Mitten in der Verwüstung, die die Erdbeben in Venezuela hinterlassen haben, taucht eine Geschichte der Hoffnung auf dank Bart, einem Such- und Rettungshund aus dem argentinischen Kontingent, der zwei Minderjährige lebendig unter den Trümmern lokalisierte.

Der Fund erfolgte am Sonntag, 29. Juni 2026 während der Sucharbeiten im Bundesstaat La Guaira, der am stärksten von den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 betroffen war, die am Mittwoch, 24. Juni, die Nordküste Venezuelas erschütterten.

Wie verlief die Rettung?

Laut dem argentinischen Verteidigungsministerium war das Rettungsteam auf dem Weg zu einem anderen Suchpunkt, als sie einen dringenden Auftrag von der Zivilschutzbehörde Venezuelas erhielten: Man hatte Anzeichen von unter einer eingestürzten Struktur gefangenen Personen entdeckt.

Bart betrat einen Tunnel, der in die Trümmer gegraben worden war, und markierte positiv – das ist das Signal, das Suchhunde geben, wenn sie eine Person gefunden haben. Damit zeigte er den Rettern genau den Ort an, an dem die Opfer gefangen waren.

Was bedeutet „positive Markierung"?

Bei der Rettungshundearbeit bedeutet eine positive Markierung, dass der Hund durch Bellen, Scharren oder eine andere Verhaltensweise seinem Hundeführer signalisiert, dass er eine Person gefunden hat. Diese präzise Anzeige ist entscheidend für die Orientierung der Rettungsarbeiten.

Die argentinischen Marineinfanteristen begannen vorsichtig, die Trümmer zu beseitigen, bis sie die zwei Kinder lebendig retten konnten. Nach Abschluss der Operation bedankten sich die venezolanischen Behörden bei dem Tier und dem argentinischen Team.

Die argentinische Mission in Venezuela

Das argentinische Kontingent ist Teil des internationalen Einsatzes zur Unterstützung der Erdbebenopfer. Das Verteidigungsministerium aktivierte eine humanitäre Hilfsoperation, die Folgendes umfasst:

  • 26 Militärangehörige mit Spezialisierung auf Katastrophen
  • Hundeteams (Hundeführer mit Suchhunden)
  • Sanitätsteams des Militärs
  • USAR-Brigaden (Urban Search and Rescue – Städtische Suche und Rettung)
  • Spezialisten für eingestürzte Strukturen
  • Tierärzte und Unterstützungspersonal
  • Drohne mit Bediener
  • 2 Wasseraufbereitungsanlagen
  • 134 Zelte und 48 Küchensets

Das Kontingent traf am 27. Juni 2026 um 2:30 Uhr morgens in Caracas ein und wurde in Caraballeda, Bundesstaat La Guaira stationiert.

Der Kontext der Tragödie

Die Erdbeben vom Mittwoch, 24. Juni 2026 verursachten eine der größten humanitären Katastrophen Lateinamerikas der letzten Jahre. Laut der letzten offiziellen Bilanz:

+1.450

Tote

+3.150

Verletzte

~70.000

Vermisste

Der Bundesstaat La Guaira ist am stärksten betroffen, mit 774 beschädigten Gebäuden (189 mit Totalschaden und 585 mit Teilschaden). Außerdem wurden 38 Krankenhäuser und 44 Einkaufszentren beschädigt.

Andere wundersame Rettungen

  • Vater und Sohn: Nach 4 Tagen von Teams aus Frankreich und den USA gerettet.
  • Mutter und 9 Monate altes Baby: Von der US-Brigade USA-01 gerettet.
  • Moisés (11 Jahre): Von Kolumbien unter 3 Metern Trümmern gerettet.
  • 18 Tage altes Baby und seine Mutter: Nach 32 Stunden gerettet.
  • 60-jährige Frau: Nach 86 Stunden gerettet.
  • Aaron Cantillo (21 Jahre): Von Teams aus Venezuela, Mexiko und El Salvador gerettet.

Argentinier in Venezuela

Das argentinische Außenministerium aktivierte eine humanitäre Konsularmission:

  • 6 argentinische Tote
  • 4 gerettete Argentinier
  • 7 weiterhin vermisst
  • 215 Hilfsanfragen

Der Vizeaußenminister Pablo Quirno entsandte zwei Diplomaten, um Bedürfnisse zu ermitteln und Dokumentation zu erleichtern.

Internationale Solidarität

  • 24 Länder sandten Hilfe
  • 2.741 Retter im Einsatzgebiet
  • 137 Suchhunde
  • 84,4 Tonnen an Hilfsgütern
  • Papst Leo XIV: 100.000 Euro
  • Cáritas España: 300.000 Euro
  • China: 100 Millionen Yuan
  • USA: 300 Millionen Dollar

Die Rettungsarbeiten in Venezuela laufen gegen die Zeit. Die Behörden versicherten, dass die Suche nicht aufhören wird, bis alle möglichen Überlebenden gefunden sind.

Quellen: La Capital | El Doce | Argentinisches Verteidigungsministerium

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