23/07/2026 12:25 - Internacionales
Seit dem 15. Juli 2026 leidet Chile unter den Folgen eines historischen Unwetters, das durch das Klimaphänomen El Niño Godzilla ausgelöst wurde. Nach Angaben lokaler Medien und internationaler Agenturen sind die Regionen Atacama und Coquimbo im Norden des Landes am stärksten von heftigen Niederschlägen, Erdrutschen und Winden von bis zu 160 km/h betroffen.
Die chilenische Regierung unter Präsident José Antonio Kast verhängte am 21. Juli 2026 den Katastrophenzustand für die Region Coquimbo und die Provinz Huasco (Atacama). Diese verfassungsrechtliche Maßnahme soll die Bereitstellung von Ressourcen und den Einsatz staatlicher Stellen zur Bewältigung des Notfalls erleichtern.
Was ist El Niño? Es ist ein Klimaphänomen, das eine ungewöhnliche Erwärmung der Gewässer des äquatorialen Pazifiks verursacht und die Niederschlagsmuster weltweit verändert. Diesmal wurde es aufgrund seiner ungewöhnlichen Intensität als 'Godzilla' eingestuft.
Der 'Super Niño' auf dem Weg Der internationale Analyst Andrés Repetto warnte im Gespräch mit LN+, dass zwischen August und Januar mit einem 'Super Niño' zu rechnen sei, der Überschwemmungen in Argentinien und extreme Ereignisse in anderen Regionen der Welt auslösen könnte.
Laut dem letzten Bericht des Nationalen Dienstes für Prävention und Reaktion auf Katastrophen (Senapred) ist die Bilanz des Unwetters alarmierend. Obwohl die Zahlen je nach Quelle variieren können, geben die Agenturen Infobae und TN folgende Schäden an:
Todesopfer
Vermisste Personen
Betroffene (1.300 in Notunterkünften)
Isolierte Personen
Weitere Daten zu Infrastruktur und Dienstleistungen, veröffentlicht von La Nación und der Zeitung El Día, zeigen:
Die chilenischen Behörden haben das Militär eingesetzt, um die isolierten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und die grundlegenden Dienstleistungen wiederherzustellen. Bis zum 22. Juli 2026 wurde die Entsendung von 150 Tonnen humanitärer Hilfe in die betroffenen Regionen bestätigt. Die Direktorin von Senapred, Alicia Cebrián, bestätigte, dass die Verteilung an die verschiedenen Gemeinden im Gange ist.
Der Analyst Andrés Repetto reflektierte über das Ausmaß der Katastrophe und betonte, dass 'wenn dies ein solches Ausmaß annimmt, selbst das reichste Land es nicht bewältigen kann', und unterstrich, dass der Klimawandel zur 'neuen Normalität' auf globaler Ebene geworden sei.
Angesichts der Schwere der Lage bleiben internationale Organisationen und Nachbarländer aufmerksam, um Hilfe zu leisten. Es wird erwartet, dass mit dem Nachlassen der Niederschläge in den kommenden Tagen die Wiederaufbauarbeiten schnell voranschreiten können, um den betroffenen Familien die Normalität zurückzugeben.
Alfredo S. Quiroga