22/07/2026 22:29 - Internacionales
Wie aus verschiedenen internationalen Quellen hervorgeht, könnte ein bemerkenswerter Wendepunkt in dem seit 2022 andauernden Konflikt eintreten. Berichten zufolge führen ukrainische Streitkräfte am 20. und 21. Juli 2026 eine beispiellose Serie von Angriffen auf russischem Territorium durch.
Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, könnten die Kräfte aus Kiew wichtige Ziele in den russischen Regionen Krasnodar und Stawropol erfolgreich ins Visier genommen haben. Diese südrussischen Regionen sind als Knotenpunkte für die militärische Logistik bekannt. Dort lagerten Berichten zufolge Drohnenkomponenten, Navigationsgeräte und andere militärische Ausrüstung.
Am Morgen des 21. Juli soll Kiew mehr als 400 Drohnen in Richtung Moskau gestartet haben. Dies wäre einer der größten Luftangriffe auf die russische Hauptstadt seit Beginn des Konflikts. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, erklärte, die meisten seien abgefangen worden, doch es gab Berichte über mindestens 10 Verletzte sowie Brände in einem Industriepark und einem Öllager.
Die Offensive beschränkte sich Berichten zufolge nicht auf das Festland. Selenskyj bestätigte Treffer in den Gewässern des Schwarzen Meeres und des Asowschen Meeres. Ein Tanker und vier Frachtschiffe der sogenannten Schattenflotte Russlands sollen beschädigt worden sein. Die 'Schattenflotte' besteht aus Schiffen, die genutzt werden, um internationale Sanktionen zu umgehen.
Ein separater Vorfall wurde vom rumänischen Präsidenten Nicusor Dan gemeldet: Ein liberianischer Tanker namens Gas Lisbon, der 3.790 Tonnen Propan von Ägypten in den ukrainischen Hafen Reni transportierte, soll etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste von einer Drohne angegriffen worden sein. Dies führte zu einem Brand an Bord und drei verletzten Seeleuten, die evakuiert werden mussten.
Russland setzte seinerseits seine Offensive fort und feuerte Berichten zufolge ballistische Raketen und Dutzende Drohnen auf ukrainisches Gebiet ab. In den Städten Pawlohrad und Kramatorsk soll es je zwei Tote gegeben haben, während in den südlichen Regionen Odessa und Saporischschja vier weitere Opfer zu beklagen waren.
In der russischen Grenzregion Belgorod soll ein ukrainischer Angriff sechs Zivilisten, darunter ein Kind, getötet und 23 verletzt haben. Zudem berichten Quellen über einen ukrainischen Angriff am 20. Juli, der den Damm eines Stausees schwer beschädigte und Überschwemmungen des Flusses Neschehol verursachte.
Trotz der Eskalation bleibt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung bestehen. Präsident Selenskyj betonte: 'Es wird Frieden benötigt, und die Ukraine hat der russischen Seite alle möglichen Vorschläge unterbreitet. Sie müssen zur Diplomatie gezwungen werden. Ruhm der Ukraine!' Dies unterstreicht die anhaltende Bereitschaft Kiews, den Weg für Verhandlungen offen zu halten und eine friedliche Lösung anzustreben.
Quellen: Infobae, Deutsche Welle, El Día, MDZol
Alfredo S. Quiroga