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Wunder in den Anden: Vier Minenarbeiter in Catamarca bei -30°C lebendig gerettet

23/07/2026 03:37 - Actualidad

Ein historischer Rettungseinsatz in der Puna von Catamarca

An einem Tag, der den Rettern für immer in Erinnerung bleiben wird, wurden vier Minenarbeiter, die während dreier Nächte in einem extremen Schneesturm in der argentinischen Provinz Catamarca festsaßen, lebendig gefunden. Das Wunder geschah im Salar del Hombre Muerto (einer riesigen Salzpfanne im Departamento Antofagasta de la Sierra), in mehr als 4.500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.

Das Unwetter, das die Region mit Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius und Winden von über 140 Kilometern pro Stunde verwüstete, begrub den LKW, in dem die Männer Zuflucht suchten, unter vierenhalb Metern Schnee. Doch Hoffnung, menschlicher Einfallsreichtum und Teamwork triumphierten über die Widrigkeiten.

Die Entscheidung, die ihr Leben rettete

Wie offizielle Quellen gegenüber Infobae mitteilten, standen die Minenarbeiter vor dem extremsten Dilemma, als der Treibstoff ausging und das Starlink-Signal verloren ging. Sie wussten, dass kein Team sie entdecken würde, wenn sie im zweieinhalb Meter hohen Fahrzeug blieben, das langsam vom Schnee begraben wurde. Sie trafen eine mutige Entscheidung: Sie gingen ins Freie und machten ein Feuer.

Zwei von ihnen blieben in der Nähe des LKW, während die anderen beiden mit einem Satellitentelefon, das nur noch 1% Akku hatte, nach Signal suchten. Alfredo Medina, ein Freiwilliger der Feuerwehr aus Santa María, erzählte TN, dass einer der Minenarbeiter während der drei Nächte zu Fuß unterwegs war, um Hilfe zu holen. Wenn der 'weiße Wind' (ein extremer Schneesturm mit Nullsicht) heftig tobte, grub er sich in den Schnee ein, um zu überleben. 'Er hatte dieses Überlebenswissen, was ihm half, all das zu überleben', erklärte Medina.

Ein monumentaler Einsatz

Die Rettungsaktion mobilisierte rund 60 Personen, 5 Planierraupen, 10 LKW und einen Krankenwagen. Es beteiligten sich Feuerwehrleute, die Provinzstraßenverwaltung (Vialidad Provincial), die Gemeinde Antofagasta de las Sierras, Polizeikräfte sowie Arbeiter von Bergbauunternehmen wie Río Tinto und das Bauunternehmen Guido Moguetta.

Das Team konnte auch Familien von Touristen retten, die in El Peñón (einer kleinen Oasenstadt in der Region) gestrandet waren, darunter eine Familie mit Kindern im Alter von 5, 10 und 12 Jahren und eine weitere mit einem Baby. Der Generalsekretär der argentinischen Minenarbeitergewerkschaft (AOMA), Gustavo Molina, bestätigte gegenüber El Doce, dass sich die Minenarbeiter in einem 'klaren Bewusstsein' befinden und im Krankenhaus von Antofagasta de las Sierras von einer Unterkühlung genesen.

Für den Retter Alfredo Medina war es 'ein Wunder mit Happy-End' in einer der feindseligsten Umgebungen des Landes.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga