23/07/2026 12:04 - Actualidad
Die südlichste Region Argentiniens erlebt eine der kältesten Wochen des Winters. Ein Tiefdruckgebiet bringt nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch heftige Schneefälle, die den Verkehr lahmlegen.
Der argentinische Wetterdienst (SMN) hat für den 22. und 23. Juli 2026 eine rote Warnung vor extremen Temperaturen für den Westen von Santa Cruz und den Südosten von Chubut herausgegeben. Diese Stufe bedeutet, dass die Kälte selbst für gesunde Menschen gefährlich werden kann.
In Tierra del Fuego gilt eine gelbe Warnung, während in Río Gallegos die Tiefstwerte auf bis zu -20°C fallen könnten.
Die Schneefälle beschränken sich nicht auf die Hochlagen. In der Kordillere von Mendoza und San Juan liegen bereits 3 bis 4 Meter Schnee. Ein neues Tief soll ab Donnerstag, dem 23. Juli, weitere 1,5 Meter bringen.
In Neuquén und Río Negro, insbesondere um Bariloche, wird auch in tieferen Lagen Schnee erwartet. In den Hochlagen sorgen Böen von bis zu 100 km/h für das Phänomen des Weißen Sturms (viento blanco), bei dem die Sicht fast auf null sinkt.
Der „Weiße Sturm“ entsteht, wenn starker Wind bereits liegenden Schnee aufwirbelt und mit fallendem Schnee vermischt – eine lebensgefährliche Situation für Autofahrer und Wanderer.
Die Straßenverhältnisse sind kritisch. Auf der Ruta Nacional 23 (Zufahrt nach Bariloche) und der Ruta Nacional 3 (Abschnitt Comandante Luis Piedra Buena – Río Gallegos) gelten wegen Eisplatten zeitweise Fahrverbote.
Der Großraum Buenos Aires (AMBA) – die Metropolregion um die Hauptstadt – hatte in den letzten Tagen bedeckten Himmel und Nieselregen. Seit Mittwochnachmittag, dem 22. Juli, bessert sich die Lage allmählich, aber die Luftfeuchtigkeit bleibt hoch. Für Freitag, den 24. Juli, sind vereinzelte Schauer vorhergesagt, am Wochenende soll es dann stabiler werden mit Höchstwerten um 17°C.
Hinweis für Reisende: Der AMBA umfasst die Stadt Buenos Aires und 40 umliegende Gemeinden – das wirtschaftliche und kulturelle Herz Argentiniens.
Der SMN empfiehlt: Mehrere Schichten leichter Kleidung tragen, längere Aufenthalte im Freien vermeiden und Innenräume sicher beheizen – dabei immer für ausreichende Belüftung sorgen, um Kohlenmonoxidvergiftungen zu verhindern.
Alfredo S. Quiroga