Wochenstreik an den Universitäten
Nach dem Feiertag am Montag, 17. August, kehren die Universitäten nicht zum normalen Betrieb zurück. Die CONADU Histórica hat einen Streik für die gesamte Woche vom 18. bis 22. August ausgerufen, was in der Praxis bedeutet, dass Tausende von Studierenden in ganz Argentinien keine Vorlesungen haben werden.
An der Universität Nacional de Rosario (UNR) hat die lokale Gewerkschaft Coad (Asociación Gremial de Docentes e Investigadores) sich mehrheitlich der Maßnahme angeschlossen. In einer internen Abstimmung beteiligten sich 2.057 Dozenten, von denen 1.340 (65,1%) für die volle Streikwoche stimmten.
Warum wird gestreikt?
- Hochschulfinanzierungsgesetz: Die Gewerkschaften kritisieren, dass die Regierung das vom Kongress verabschiedete Gesetz nicht vollständig umgesetzt hat.
- Gehaltsanpassung: Die Erhöhungen hätten den Kaufkraftverlust nicht ausgeglichen.
- Betriebskosten: Gefordert wird eine Erhöhung um 20% für die Universitäten.
- Universitätskliniken: Es wird eine außerordentliche Zuweisung von 50 Milliarden Pesos verlangt.
- Studienstipendien: Auch sie sind Teil der Forderungen.
Streikplan
Der Kampfplan endet nicht diese Woche. Laut Coad und anderen Föderationen:
- 18. bis 22. August: Ganztägiger Streik (CONADU Histórica und Coad an der UNR).
- 27. und 28. August: 48-stündiger Streik, ausgerufen von FEDUN (Dozenten) und FATUN (nicht-akademisches Personal).
- CONADU hat ebenfalls einen 48-stündigen Streik für diese Daten bestätigt.
Darüber hinaus drohen die Gewerkschaften, falls die Regierung bei ihrer Haltung bleibt, mit einem unbefristeten Streik mit wöchentlicher Überprüfung.
Die Antwort der Regierung
Das Ministerium für Humankapital unter Sandra Pettovello wies die Vorwürfe zurück und erklärte, es habe die am 10. Juni unterzeichnete Tarifvereinbarung mit den Dozenten- und Nicht-Dozenten-Gewerkschaften erfüllt. Laut offizieller Mitteilung wurden bereits 666.823.011.021 Pesos für Personalausgaben und Gehaltserhöhungen überwiesen, entsprechend Juni 2026 und der ersten Rate des zusätzlichen Jahresgehalts.
Die Details der Überweisungen an Universitätskliniken umfassen:
| Universität | Betrag | Status |
|---|---|---|
| Universidad Nacional de Cuyo | 2.259.960.000 Pesos | Monatliche Zahlung von 188.330.000 Pesos |
| Universidad de Buenos Aires | 20.000.000.000 Pesos (Res. 420/26) | Abgegrenzt und überwiesen |
| Universidad de Buenos Aires | 20.000.000.000 Pesos (Res. 484/26) | Abgegrenzt, Überweisung läuft |
| Universidad Nacional de Córdoba | 2.259.960.000 Pesos | In Verwaltung |
| Universidad Nacional de La Rioja | 380.260.885 Pesos | In Verwaltung |
Das Ministerium betonte, dass es die Tarifvereinbarung weiterhin erfülle und die Gehaltserhöhungen gemäß den vereinbarten Beträgen und Fristen ausgezahlt würden.
Ein Konflikt, der sich ausweitet
Der Streik dieser Woche folgt auf Aktionstage der letzten Wochen, wie den 12. August, als CONADU zusammen mit anderen Föderationen zu einem Streik aufrief. Der Konflikt hat auch eine rechtliche Dimension: Die Justiz hat die Verpflichtung zur Umsetzung bestimmter Finanzierungsaspekte bestätigt, aber die Gewerkschaften argumentieren, dass die Exekutive nicht vollständig nachgekommen ist.
Die Universitätsorganisationen warnen, dass sich der Konflikt über einen Großteil des zweiten Semesters ausweiten könnte, was den normalen akademischen Betrieb im ganzen Land beeinträchtigt.